Glaube soll wieder die Herzen erreichen

Von: dm
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Als Gemeindereferentin ist Gisela Ortmann zuständig und verantwortlich für die sieben Pfarrgemeinden im Bereich der Stadt Monschau. In der „Gemeinschaft der Gemeinden”, zuvor das Dekanat Monschau, leben derzeit rund 11.000 katholische Christen. Foto: dm

Monschau. Den Glauben lebendig halten und ihn für andere vor allem auch im Alltag erfahrbar machen, Gemeinde neu aufbauen, für das Gemeindeleben werben, Zeit haben für Kinder und Jugendliche, Erstkommunion, Firmung und die Katechese dazu: Auf Gisela Ortmann (50) wartet viel Arbeit und Verantwortung.

Seit nunmehr zwei Wochen ist sie Gemeindereferentin für sieben Pfarrgemeinden im Dekanat Monschau, am letzten Sonntag im Oktober wurde sie wie auch Pfarrer Karl-Heinz Stoffels feierlich ins Amt eingeführt. Seither sind beide zuständig und verantwortlich für rund 11.000 katholische Christen in der Stadt Monschau mit zusammen rund 12.700 Einwohnern.

Zuvor war Gisela Ortmann Gemeindereferentin für Monschau, Mützenich und Imgenbroich, dann kam am Ende Juli die Pfarre Konzen dazu. „Wir sind froh, dass Sie jetzt auch in Kalterherberg, Rohren und Höfen für Kommunion- und Firmvorbereitung und für andere Aufgaben zuständig sind und Laien bei solchen Aufgaben kompetent begleiten”, sagte Ernst Deutz, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates Höfen, in seinem Willkommensgruß an Gisela Ortmann. „Ich wünsche mir, dass Sie mir zum einen als kritische Begleiter hilfreich zu Seite stehen, aber auch, dass Sie den Mut haben, mit mir alte ebenso wie neue Wege zu begehen.”

Gisela Ortmann freut sich sehr auf ihre Aufgabe, weil sie gern mit Menschen zusammen ist, weil sie ihren Beruf als Gemeindereferentin in der „Gemeinschaft der Gemeinden Monschaus” als Berufung versteht. Sie ist begeistert von der Glaubens- und Mahlgemeinschaft, sie will auch andere dafür begeistern, denn, so sagt sie: „Jesus selbst hat die Gemeinschaft gestiftet und mit den Menschen Mahl gehalten”.

Die Gemeindereferentin will die Gemeinden erkunden. Aus den Erkenntnissen der „Bestandsaufnahme” will sie „neue Ideen und Konzepte” entwickeln. Wichtig für sie ist auch, Leute kennenzulernen, vor allem Leute, die sich für die „Sache Jesus” und für eine „lebendige Gemeinde” engagieren.

Zu den ersten Aufgaben gehört die Firmvorbereitung, denn am 22. Januar kommt der Bischof nach Mützenich, um dort Jugendliche aus den vier Gemeinden Konzen, Monschau, Mützenich und Imgenbroich zu firmen.

Zur Vorbereitung der Kinder auf die Erstkommunion gehört vor allem die Katechese, das heißt: Eltern und andere Erwachsene, die die Kinder begleiten, werden inhaltlich auf ihre Arbeit vorbereitet. In kleinen Gruppen sollen die Kinder erleben, „was Glauben heißt”. Ein Ziel ist dabei auch die Erkenntnis zu vermitteln, „dass jeder ist wertvoll ist und eine eigene Persönlichkeit besitzt.”

Gemeinde könne man nur „miteinander leben”, sagt Gisela Ortmann, die ganz bewusst in den Schulen keinen Religions-Unterricht gibt. Sie möchte nicht, dass der Glaube an Gott und sie als Gemeindereferentin „mit Noten in Verbindung gebracht” werden. Kinder und Jugendliche sollen „frei ihre Meinung äußern können”, die Kirche solle ihnen „Raum und Möglichkeit geben, sich zu entfalten. Statt Schulnoten zu vergeben, feiert sie lieber mit Kindern und Jugendlichen Schulgottesdienste.

Über Kinder die Eltern erreichen

In der Katechese setzt Gisela Ortmann auch auf die Ehrenamtler, ebenso bei der Erstkommunion. Da sieht sie die Chance, über die Kinder auch die Eltern zu erreichen und damit die Chance, dass Eltern sich auch wegen der Kinder mit Glaubensfragen erneut oder neu befassen.

Gisela Ortmann ist als Gemeindereferentin auch „geborenes Mitglied” in den sieben Pfarrgemeinderäten wie auch im Rat der Gemeinschaft der Gemeinden. Gemeinde aufzubauen, Gemeinde zu gestalten und lebendig halten, ist für Gisela Ortmann Beruf und Berufung. Nicht der „theologisch-wissenschaftliche Glauben” ist ihr wichtig, sondern die „Grundlagen des Glaubens im Alltag”, der Glaube müsse wieder „die Menschen und deren Herz erreichen.”
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