Glasfaseranschluss: Unternehmen kommen in Fahrt

Von: P. St.
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Das Gewerbegebiet Imgenbroich erhält schnelles Internet. Ab 2019 sollen Glasfaserleitungen mit bis zu 1000 Mbit/s Leistung zur Verfügung stehen. Foto: P. Stollenwerk
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Den Förderbescheid für die Stadt Monschau übergab jetzt Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt (li.) an Bürgermeisterin Margareta Ritter. Rechts Helmut Frauenkron vom Beratungsbüro fnk-consult und Björn Schmitz vom Amt für Wirtschaftsförderung. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Das Klagen vieler Unternehmen im Gewerbegebiet Imgenbroich über unzulängliche Internetverbindungen wird bald ein Ende haben. Die finanziellen Voraussetzungen für den Breitbandausbau mit Glasfasertechnik sind jetzt geschaffen. In der Rekordzeit von weniger als vier Wochen (in der Regel dauert das drei Monate) wurde der Förderantrag der Stadt Monschau von der Bundesregierung beschieden.

Da wollte auch der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt nicht mehr lange warten und machte sich gleich auf den Weg in die Nordeifel, um den von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt persönlich unterzeichneten Bewilligungsbescheid in Höhe von 237.602 Euro zu überbringen. Das sind 50 Prozent der Fördersumme, die andere noch ausstehende Hälfte wird das Land NRW beisteuern. Wie bestellt hatte die Stadt Monschau auch den Förderbescheid des Landes am Donnerstag in der Post.

Jetzt kann die Ausschreibung gestartet werden, und Anfang 2018 soll der Ausbau Gestalt annehmen. Nach einer 12- bis 15-monatigen Bauphase soll ab 2019 das schnelle Netz verfügbar sein. Die voluminösen Glasfaseranschlüsse werden direkt bis an die Betriebe gelegt. Voraussetzung für den Anschluss ist allerdings, dass die Unternehmen einen Eigenanteil von jeweils 2000 Euro beisteuern.

76 Betrieben wurde dieses Angebot unterbreitet; bislang haben 16 Firmen einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Die Stadt geht aber davon aus, dass nun weitere Interessenten auf den Zug aufspringen werden. Viele Mieter haben auch bereits Interesse signalisiert, aber Ansprechpartner für die Stadt sind die Eigentümer, die dann gegebenenfalls mit den Betriebsinhabern die Finanzierung des Anschlusses klären können. Betriebe, die sich erst nach dem Ausbau entschließen, die 1000-Mbit-Leitung vor ihrer Tür zu nutzen, müssen dann mit erhöhten Anschlusskosten rechnen.

Im Gewerbegebiet Imgenbroich, beiderseits der Bundesstraße, werden elf Kilometer Glasfaserleitung und vier Kilometer Leerrohre verlegt, wie Helmut Frauenkron von der Firma fnk-consult berichtete. Das Kölner Unternehmen berät die Stadt Monschau bei IT- und Kommunikationsprojekten.

Ortsnahe Arbeitsplätze fördern

Mit leichter Verspätung aufgrund der Dauerbaustelle in Roetgen war Helmut Brandt als Überbringer der guten Botschaft im Monschauer Rathaus eingetroffen, was für Bürgermeisterin Margareta Ritter eine gute Überleitung bildete, um auf die Bedeutung ortsnaher Arbeitsplätze hinzuweisen. Ein schnelles Datennetz sei dafür eine wichtige Voraussetzung.

Auch der CDU-Abgeordnete, der seit 2005 im Bundestag sitzt, sprach von der „extrem wichtigen Bedeutung“ eines verlässlichen Breitbandanschlusses für effektives Arbeiten der Unternehmen und den Alltag der Menschen. Die 1000-Mbit-Leitungen im Gewerbegebiet Imgenbroich würden „bis weit in die Zukunft hinein reichen“.

Auch für die Nachbarkommunen Simmerath und Roetgen liegen beim Bund Förderbescheide für den Breitbandausbau bereit. Inwieweit diese abgerufen werden, hängt nun davon ab, ob das dauerhafte Werben des Netzanbieters Deutsche Glasfaser GmbH, mindestens 40 Prozent der Hauseigentümer in den Ausbaugebieten für einen Anschluss bis ins Haus zu gewinnen, von Erfolg gekrönt sein wird. Anfang September endet die Nachfragebündelung.

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