Gewerbegebiet „Am Gericht” wieder aktuell

Von: P.St.
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Interkommunaler Treffpunkt Am Gericht: Die Eifeler CDU-Kandidaten für den Städteregionstag, Alexander Lenders (Monschau, li.) und Hans- Josef Hilsenbeck (Simmerath) wollen gemeinsam mit Spitzenkandidat Helmut Etschenberg (Mi.) die Kooperation der Nachbarkommunen konkretisieren. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath/Monschau. Die oft mühsam beschworene Zusammenarbeit zwischen den Nachbarkommunen Monschau und Simmerath soll in Zukunft keine Worthülse mehr sein: Das jedenfalls ist der Wunsch der beiden Nordeifeler CDU-Kandidaten für den Städteregionstag, Alexander Lenders (Monschau) und Hans-Josef Hilsenbeck (Simmerath).

Gemeinsam mit ihrem Spitzenkandidaten für das Amt des Städtregionsrates, Helmut Etschenberg, sieht man jetzt die ideale Konstellation gegeben, um diese Zielsetzung mit Leben zu erfüllen. Dass Kreisdirektor Helmut Etschenberg in Monschau lebt, begünstigt ohne Zweifel das Vorhaben.

Immerhin symbolischen Charakter hatte es da schon, dass das Kandidaten-Trio an der kommunalen Schnittstelle Am Gericht sein Programm erläuterte.

Monschau und Simmerath sähen sich in der Verpflichtung, weiterhin Gewerbeflächen für ansiedlungswillige Unternehmen vorzuhalten. Um für Anfragen gerüstet zu seien, habe man sich ein interkommunales Gewerbegebiet „auf die Fahnen geschrieben.”

Auch Hans-Josef Hilsenbeck hält fest, dass ein gemeinsames Gewerbegebiet „keine Vision ist.” Im 2002 verabschiedeten Gebietsentwicklungsplan habe man Flächen Am Gericht vorsorglich als Sondernutzungsflächen ausgewiesen. Wenn beide Kommunen hierfür Bedarf anmeldeten, dann werde der Plan entsprechend geändert, und Hilsenbeck wagte die Prognose, „dass der Plan geändert wird.”

Die Städteregion, die im Herbst die 2009 den bisherigen Kreis Aachen ablöst und gemeinsam mit der Stadt Aachen ein überregional agierendes Gremium bilden wird, soll der Region „eine völlig neue Bedeutung geben”, sind die CDU-Kandidaten überzeugt.

Gewinner in der Städteregion soll auch der Tourismus sein, den die Kandidaten in erster Linie als Wirtschaftsfaktor betrachten. Vom geplanten Vennbahn-Radweg verspricht man sich viele touristische Impulse, verbunden mit Erwartung, dass auch die privaten Leistungsträger die in letzter Zeit insgesamt stark verbesserte touristische Infrastruktur als Chance für neue Angebote nutzen.

Helmut Etschenberg schwebt vor, dass die Städteregion nicht nur den Boden für eine verstärkte touristische Zwischen der Stadt Aachen und der Eifel bereitet, sondern auch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Warum sollten nicht Nationalpark Eifel und Hohes als gemeinsames Schutzgebiet ihre Stärken und Vorzüge zusammenführen, und der Region damit die Chance eröffnen, nicht nur die Wissens- und Bildungsregion Nummer eins sondern auch die Naturerlebnis-Region Nummer eins in Deutschland werden? Allein schon aus diesem Grund möchte Etschenberg weiterhin in den verschiedenen touristischen Gremien mitwirken.

Ein zentrales Anliegen aus Eifeler Sicht, die Verbesserung der Verkehrsanbindung nach Aachen, soll mit der Städteregion endliche konkrete Formen annehmen. Der dazu erforderliche vierspurige Ausbau der B 258 außerhalb der Ortschaften soll zunächst vorrangig im Bereich Oberforstbach und der Autobahnauffahrt Lichtenbusch erfolgen.

Helmut Etschenberg sieht darin nicht nur eine erhebliche Erleichterung für die Pendler, sondern auch für den Wochenend-Verkehr. Der dringend erforderliche Ausbau der Straße diene somit der Attraktivität des gesamten Raumes. Selbst die Option eines Schienenanschlusses in die Eifel solle man zumindest offen halten.

Zur Verbesserung der Verkehrssituation gehört es für Hans-Josef Hilsenbeck, das restliche Straßennetz im Auge zu behalten. Hier spricht er die L 106 von Konzen ins Rurtal an, die sich in einem „katastrophalen Zustand” befinde. Ein dringliches Problem sei auch die lückenlose Fortführung des Rurufer-Radweges in Bereich Grünental. Die Unterbrechung des Weges auf diesem Stück werde „permanent nachgefragt.”

Auch Geld spielt bei der Städteregion eine wesentliche Rolle. Aus der Sicht der Kommunen, die oft „enorm unter der Kreisumlage gelitten haben”, müsse die Städteregion auch konkrete Einsparungen leisten, fordert Alexander Lenders. Helmut Etschenberg will diesen „Nachweis der Glaubwürdigkeit” erbringen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen die jährlichen Personal- und Sachkosten um drei Millionen Euro (10 Prozent) heruntergefahren werden.

Ein wesentlicher Programmpunkt für die Zukunft ist für Helmut Etschenberg schließlich auch der Erhalt des Simmerather Krankenhauses unter „qualitativer Trägerschaft.” Simmerath ohne eine Krankenhaus sei schlicht und einfach „nicht vorstellbar.”
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