Gespür für die Zukunft der Städteregion

Von: ale
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Bürgermeister Karl-Heinz Herm
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und die Mitarbeiterin des Sozialamtes, Monika Johnen, verfolgen die Ausführungen von Stephan Baldin, dem Vorstand der Stiftung Kathy Beys. Foto: Anneliese Lauscher

Simmerath. Wie kann die Zukunft in der Städteregion Aachen aussehen? Dieser Frage wurde am Donnerstagabend bei einer Informationsveranstaltung im Simmerather Rathaus nachgegangen.

Der Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde sowie der Generationenbeirat hatten eingeladen; es referierte Stephan Baldin, der Vorstand der Aachener Stiftung Kathy Beys.

Unter der Thematik „Heimat 2035” hat die Stiftung Zukunftsszenarien erarbeitet, den Vortrag verfolgten ca. 30 Zuhörer aufmerksam, wobei die Herren deutlich in der Mehrzahl waren.

250 Interviews und Gespräche, die die Mitarbeiter der Stiftung in der Region geführt hatten, sind dokumentiert und ausgewertet worden. Man könne diese Befragung nicht „repräsentativ” nennen, räumte Stephan Baldin ein; jedoch sei er überzeugt, dass man einen Querschnitt der Gesellschaft erfasst habe. Es sei danach gefragt worden, wie sich die einzelnen Gesprächspartner die Zukunft in der Städteregion vorstellen.

Wer nun erwartet hatte, es würde konkretes Zahlenmaterial oder zu erwartende Entwicklungen etwa in den Bereichen Schule, Wirtschaft oder Kultur dargelegt, der sah sich enttäuscht. „Das anspruchsvolle Leitprojekt der Stiftung unter dem Arbeitstitel „Heimat 2035” zeigt alternative Zukünfte für die Zeitspanne einer Generation auf und soll Anlässe für eine breite gesellschaftspolitische Diskussion über die Entwicklung unseres Lebensraumes bieten”, heißt es.

Bilder von der Zukunft waren entwickelt worden; aus dem gesammelten Material - immerhin 7000 geschriebene Seiten - hatten die Auswerter vier Szenarien herausgelesen: das Szenario vom Zusammenhalt, von der Neugier, vom Niedergang und das von der Gerechtigkeit.

Diese waren in einer Art Koordinatensystem angeordnet, und man sollte sich klar werden, in welche Richtung „wir” gehen. Zu jedem Szenario hat man sich, angeregt durch die Interviews, eine Geschichte ausgedacht, die eine fiktive Familie unserer Region betrifft.

„Wer ist mit ?wir gemeint?”, fragte Bernd Goffart und wies darauf hin, dass große Unterschiede bestehen zwischen den Strukturen in Simmerath und in anderen Gemeinden der Städteregion wie beispielsweise in Alsdorf oder Stolberg. „Es geht darum, dass Sie ein Gespür dafür bekommen, wie Zukunft in der Städteregion aussehen kann. Dass Sie sich die Frage stellen, was muss ich machen, damit Substanz erhalten bleibt”, lautete die Antwort.

Geringe Arbeitslosigkeit

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der dem Generationenbeirat vorsteht, meinte: „Die ganze Angelegenheit ist sehr abstrakt.” Er verwies darauf, dass man in Simmerath eine sehr geringe Arbeitslosigkeit verzeichne und dass großen Wert darauf gelegt werde, die Bürger in Entscheidungen über die Zukunft einzubinden. Andere Wortmeldungen beinhalteten, dass man mit mehr Phantasie an die zukunftsorientierte Arbeit gehen werde.

Ein 103 Seiten starkes Werk, benannt „heimat 2035”, können Interessenten im Rathaus kostenlos bekommen.
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