Eicherscheid - Germania Eicherscheid ehrt seine Spitzensportlerin Marion Braun

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Germania Eicherscheid ehrt seine Spitzensportlerin Marion Braun

Von: ale
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Marion Braun (3. von links) ma
Marion Braun (3. von links) macht den Namen der Germania Eicherscheid weithin bekannt: Während einer fröhlichen Feier wurde sie für ihre tollen Erfolge, besonders für ihren Weltrekord, geehrt. Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. Der SV Germania Eicherscheid hatte am Donnerstag zu einem Empfang ins Sportheim eingeladen. Es galt, eine Ausnahmesportlerin zu ehren, auf die der Verein sehr stolz ist: Marion Braun.

„Man könnte ein Buch über deine Karriere und deine Erfolge schreiben”, meinte Günter Scheidt, der Vorsitzende der Germania, der einige Läuferkolleginnen und Vorstandsmitglieder im Sportheim begrüßte. Er erinnerte daran, dass Marion Braun ihren zahlreichen Erfolgen am 6. Oktober einen weiteren herausragenden hinzugefügt habe: In Hanau-Rodenbach wurde sie Dritte auf der 100-km-Strecke; in ihrer Altersklasse (AK) errang sie die Deutsche Meisterschaft - und es gelang ihr, einen neuen Weltrekord in ihrer AK aufzustellen. „Das ist einmalig für die Germania, zu diesem freudigen Anlass wollen wir anstoßen”, das ließen sich die gut gelaunten Gäste nicht zweimal sagen. Die Damen aus der Laufabteilung hatten appetitliche Häppchen vorbereitet und boten Getränke an.

„Es ist mir eine Ehre, für die Germania zu laufen. Das alte Trikot ist mein Glücksbringer”, sagte Marion Braun strahlend. Sie freute sich sehr über ein Erinnerungsfoto, das sie bei ihrem tollen Lauf zeigt - offensichtlich „schwebend oder fliegend”, wie Günter Scheidt meinte. Sie konnte sich genau erinnern, dass es bei Kilometer 76 entstanden war und dass sie kurz darauf das Trikot wechseln musste - beim Laufen.

Als sie dann die Geschichte ihres grandiosen 100-km-Laufs erzählte - einem legendären Lauferlebnis, wobei man zehn Runden à 10 km läuft - wurde es mucksmäuschenstill im Sportheim: „Ich wollte nichts hören vom Weltrekord, ich wollte meinen Schritt laufen, Runde um Runde. Am Anfang war ich mit ein paar witzigen Kerlen zusammen, aber die wollten nur 50 Kilometer laufen. Als ich dann bei km 80 wieder ins Stadion lief, wurde mir bewusst: Alle wissen es, dass du die Chance hast, und ich dachte, das wär doch was, wenn ich - jemand aus der Eifel - Weltrekord laufen würde!”

Aber die jahrelange Lauferfahrung hatte sie gelehrt, Respekt vor der Strecke zu haben - bis zum Schluss. Ihr Mann Wolfgang war auch diesmal ein wichtiger Ratgeber. „Vor der letzten Runde sagte er: Noch 59 Minuten bis zum Weltrekord, heute ist dein Tag!” berichtete Marion Braun, und ihre Schilderung der letzten beiden Kilometer, das Ziel und die Uhr vor Augen und die anfeuernden Zuschauer an ihrer Seite - das rief Gänsehaut hervor. Ihre Zeit: 8:39.51 Stunden. Im Eicherscheider Sportheim bekam sie noch mal herzlichen Applaus.

„Wir trainieren immer zusammen”, sagen Marion und Wolfgang Braun, „wir laufen aus Freude am Laufen.” Die zierliche Sportlerin ist bis 2007 im Nationalteam gestartet; wenn sie auch stolz darauf war, so hat sie doch festgestellt, dass es ihr nicht liegt, feste Trainingspläne einzuhalten: „Die Freude am Laufen wurde mir genommen.”

Das Laufen ist ein großer Bestandteil ihres Lebens, aber sie liebt auch ihren Beruf und ist mit Leib und Seele Erzieherin. Wenn sie beim Rursee-Marathon an den Start geht, dann ohne Ehrgeiz, sagt sie. „Dafür gab es in diesem Jahr zu dicke Brocken: 2 x 100 km und den „Mountainman”, wobei auf 80 km fünftausend Höhenmeter zu bewältigen waren. „Ich bin zum Glück von ernsthaften Verletzungen verschont geblieben; man darf nicht immer bis an seine Grenzen gehen, man muss Freude bei diesem Sport empfinden, egal ob man Marathon läuft oder zehn oder acht Kilometer.”
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