Gericht bestätigt Urteil wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Neonazi

Von: mik
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Aachen/Nordeifel. Das Landgericht Aachen hat am Montag ein Urteil wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen Dürener Neonazi bestätigt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der junge Mann - er war im Frühjahr 2008 als Beisitzer in den Vorstand des NPD-Kreisverbandes Düren gewählt worden - eine junge Frau ins Gesicht geschlagen hatte.

Das Amtsgerichts Düren hatte den Neonazi deswegen im März 2008 zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Gegen das Urteil hatte der 22-jährige Student Rechtsmittel eingelegt. Wie Gerichtsprecher Georg Winkel mitteilte, verwarf das Landgericht nun die Berufung.

Zurück ging das Verfahren auf einen Vorfall, bei dem Rechtsextremisten aus einer Gruppe heraus mehrere alternativ aussehende junge Leute attackiert hatten. Zugetragen hatte sich der Vorfall in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 2007. Es war zu Wortgefechten und Rangeleien gekommen.

Sowohl die Jugendschöffenkammer des Amtsgerichts Düren, als auch die dritte große Jugendkammer des Landgerichts Aachen sahen es als erwiesen an, dass der NPD-Mann dabei eine heute 27-jährige Studentin der Sozialarbeit ins Gesicht geschlagen hatte.

Der junge Mann, zudem Mitglied der Neonazi-Vereinigung „Kameradschaft Aachener Land” (KAL), war auch schon zuvor wegen Körperverletzungsdelikten aufgefallen. Ihm steht nach Recherchen unserer Zeitung zudem noch ein Prozess bevor, weil er verdächtigt wird, beim Rurseefest im Sommer 2008 einen Polizisten aus Steckenborn mit den Worten „Scheiß Bulle” ohnmächtig geschlagen zu haben.

Das Opfer war außer Dienst und hatte als Privatmann mit seiner Lebensgefährtin das Rurseefest in Rurberg besucht.
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