Geranien aus Kenia bringen einen Hauch von Frühling

Von: P. St.
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In den Treibhäusern ist der Frühling längst ausgebrochen. Im Simmerather Blumenhaus Keischgens freuen sich Inhaber Reinhold Keischgens und sein Sohn Markus über die beginnende Blütenpracht. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Nicht jeder spürt es am eigenen Leib, aber am Samstag ist Frühlingsanfang. Nach gefühlten 28 Wochen Winter bekommt der Frühling so langsam einen Fuß in die Tür, auch wenn sich die Winterkälte in der Nordeifel besonders in der Nacht hartnäckig widersetzt.

Doch die Anzeichen des Frühlings sind nicht zu übersehen. Die Krokusse drängen ans Licht, und das leuchtenden Gelb der Narzissen, die verschwenderischen Farben der Stiefmütterchen setzten nicht zu übersehen Farbpunkte in die graue Landschaft.

Auch in den Gärtnereien spürt man jetzt deutlich, dass der Frühling die Menschen wieder belebt und sie des Anblicks der Tristesse müde geworden sind. „Die Leute wollen jetzt was Frisches vor der Tür”, sagt Reinhold Keischgens, Inhaber des gleichnamigen Blumenhauses und Gartenbaubetriebs an der Simmerather Hauptstraße.

Während die Kundschaft zuletzt ein wenig in den Winterschlaf verlief, laufen in den Treibhäusern die Aktivitäten bereits seit Monaten auf Hochtouren. Als die Eifel noch ins Eis und Schnee versank, begann es bereits Mitte Januar in den Treibhäusern zu grünen und blühen. Am Jahresanfang trafen die Geranien-Stecklinge aus Kenia und Äthiopien ein. Nach vier Wochen zeigt der Steckling erste Wurzeln, und inzwischen haben sich die Geranien, die im Sommer wieder Hunderte Hausfassenden in der Nordeifel verschönern werden, schon prächtig entwickelt.

Dass die Blumenfreunde in Kürze die bunte Pracht genießen können, hat allerdings für die Gärtnereien ihren Preis. Der anhaltend kalte Winter ließ die Energiekosten für die Beheizung der Treibhäuser in die Höhe schließen, auch wenn in den Gärtnereien nicht mehr auf verschwenderische Weise der gesamte Glasbau geheizt wird, sondern ein genau platziertes Rohrsystem dafür sorgt, dass die jungen Pflanzen keinen „kalten Füße” bekommen.
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