Kalterherberg - Genossen zieht es in die Natur

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Genossen zieht es in die Natur

Von: wm
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Manch einer kam bei der Narzissenwanderung des SPD Ortsverbandes Monschau mit den Spitzenkandidaten der Partei, Bürgermeisterkandidat Gregor Mathar, Städteregionsratskandidat Uwe Zink und Bundestagskandidat Martin Peters, ins Gespräch. Foto: Walter Mertens

Kalterherberg. Vielleicht lag es am strahlend blauen Himmel, der die Wanderer auf ihrem Weg zu den Narzissenwiesen begleitete; vielleicht am verabschiedeten Wahlprogramm für den kommenden Bundestagswahlkampf der SPD.

Jedenfalls traf man am Sonntagnachmittag eine gut gelaunte Schar von SPD-Mitgliedern und politisch interessierten Bürgern auf den Narzissenwanderwegen rund um Wahlerscheid. Zur traditionellen Narzissenwanderung hatte der SPD Ortsverband Monschau eingeladen.

Spitzenvertreter

Wanderführer Gerhard Ahnert, Dezernent im Nationalparkforstamt, erläuterte den Wanderern fachkundig die Besonderheiten des Nationalparks. Natürlich nutzen die Wanderer angesichts der in diesem Jahr anstehenden Europa-, Kommunal- und Bundestagswahlen die Gelegenheit, mit ihren Spitzenvertretern ins Gespräch zu kommen. Und dazu hatten sie reichlich Gelegenheit.

Mit Gregor Mathar, dem Bürgermeisterkandidaten des SPD für die Stadt Monschau, Uwe Zink, dem Mitbewerber um das Amt des Städteregionsrates und Martin Peters, dem Bundestagskandidaten für den Kreis Aachen hatte der Ortsverband drei Spitzenvertreter gewinnen können, die den Wanderern ihr Konzept für eine zukunftssichere Eifel aufzeigten.

Alle drei unterstrichen gemeinsam die Bedeutung eines die Chancengleichheit wahrenden Bildungssystems. Das einzige Kapital das wir in Deutschland haben, seien gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Als führende Industrie- und Exportnation gewännen wir die Wertschöpfung aus dem Wissen und der Innovation unserer Menschen, so die drei übereinstimmend.

„Beste Bildung”

Und da passe es nicht ins System, dass junge Menschen durch zu frühe Differenzierung im althergebrachten dreigliedrigen Schulsystem schon frühzeitig in eine Schublade gesteckt würden und ihnen damit die Chancen auf eine adäquate Ausbildung mitunter genommen würden.

Auf kommunaler Ebene sieht Bürgermeisterkandidat Mathar die Politik im Bereich Bildung in der Pflicht, indem der Neubau einer Schwimmhalle in der Stadt Monschau endlich auf den Weg gebracht werde. Bis 2010 müsse dieses sieben Millionen teure Projekt realisiert sein. Ebenso dringend sei der Neubau einer Turnhalle an der städtischen Realschule. Unter dem Motto „Beste Bildung für unsere Kinder” sei das die Stadt Monschau ihren jüngsten Bürgern schuldig.

Tourismus

Angesichts der großen Menschenströme am Sonntag im Perlbach- und Fuhrtsbachtal betonte Uwe Zink, eines seiner vorrangigsten Ziele in der Städteregion Aachen sei die touristische Förderung der Eifel. Dabei liege ihm vor allem daran, die Aufenthaltsqualitäten für die Touristen auszubauen. Weg vom reinen Tagestourismus strebt er eine längere Verweildauer an. Durch den Ausbau des Ruruferradweges oder des Ravelradweges entlang der alten Bahnstrecke von Aachen bis Luxemburg werde die Eifel deutlich an Attraktivität gewinnen.

Weiteres Ziel in der Städteregion ist für Zink der zügige Ausbau der Breitbandverkabelung in der Eifel. Hier erhofft er sich Mittel aus dem Konjunkturprogramm II. Als Folge der Breitbandverkabelung sieht Zink die Vision einer rückwärtsgerichteten Mobilität. Heute ist es noch so, dass der ganz überwiegende Teil der Arbeitnehmer bis nach Aachen zu ihren Arbeitsstätten pendelt. Durch den Ausbau der Breitbandverkabelung sieht er die Chance, neue Arbeitsplätze am Wohnort in der Eifel zu schaffen, sei es, durch den Ausbau von Heimarbeitsplätzen oder die Ansiedlung neuer Firmen.

Neue Ideen

Einen dritten Schwerpunkt sieht Zink im Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. „Da müssen einfach neue Ideen her. Warum ist es beispielsweise nicht möglich, den vielen Tagestouristen, die am Wochenende aus Richtung Aachen und Köln kommend die Eifelstraßen verstopfen, ein Angebot zu unterbreiten, sie mit dem öffentlichen Nahverkehr in die Eifel zu bringen”, sagte Zink.

Martin Peters freute sich ob des verabschiedeten Bundestagswahlprogramms der SPD. Mit den drei Schwerpunkten kostenlose Bildung, der Einführung einer Reichensteuer und dem Vorschlag zur Zahlung von 300 Euro an jeden, der keine Steuererklärung mache, sei die SPD gut aufgestellt. Einer geänderten Gesellschaft, bei der die traditionelle Rolle der Familie so nicht mehr weiterbestehe, werde unser Bildungssystem seit langem nicht mehr gerecht. Er unterstütze daher ebenso das beitragsfreie Kindergartenjahr, wie einen Ausstieg aus dem dreigliedrigen Schulsystems hin zu einer späteren und individuellen Differenzierung und den Wegfall von Studiengebühren.

Es war in guter Tag für die SPD in Monschau. Da Wandern hungrig und durstig macht, hatte der Ortsverband in der Altenstube in Kalterherberg einen Imbiss und kalte Getränke bereitgestellt, die die müden Wanderer gerne annahmen und nach einer zweistündigen Tour den Tag ausklingen ließen.
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