Monschau/Simmerath - Gemeinsames Gewerbegebiet bleibt weiter im Blickfeld

Gemeinsames Gewerbegebiet bleibt weiter im Blickfeld

Von: P. St.
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Eine Zukunft als Gewerbegebiet? Aus den Flächen Am Gericht könnte in ferner Zukunft einmal ein interkommunales Gewerbegebiet für Monschau und Simmerath werden. Foto: P. Stollenwerk

Monschau/Simmerath. Die politischen Beziehungen zwischen den Kommunen Monschau und Simmerath sind derzeit einigen Belastungen ausgesetzt.

Da war es ein guter Zeitpunkt, dass in der Sitzung des Monschauer Wirtschaftsausschusses die Agit ein paar Gemeinsamkeiten ins Blickfeld rückte.

So taucht zur allgemeinen Überraschung ein gemeinsames Gewerbegebiet für beide Kommunen Am Gericht weiterhin als Option im aktuellen Gewerbeflächenkonzept für die Region auf.

„Die Option für Flächen Am Gericht sollte man sich offenen halten”, riet Ralf Meyer, der für die Agit das Konzept dem Ausschuss vorstellte.

Die Idee eines interkommunalen Gewerbegebietes für den Südkreis ist eine frühe Initiative von Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx, doch glaubte man beiderseits vom Gericht, dass diese Idee längst in der Versenkung verschwunden ist, was aber nicht der Fall ist.

Die Beigeordnete Margarete Ritter wies darauf hin, dass ein gemeinsames Gewerbegebiet im Gebietsentwicklungsplan zwar kartografisch nicht erfasst, aber perspektivisch aufgenommen worden sei.

Auch Alexander Lenders (CDU) freute sich zu hören, dass das ein interkommunales Gewerbegebiet noch eine Zukunftsoption besitze, selbst wenn es nicht Teil der Landesplanung sei.

Die gute Veräußerungssituation von Gewerbeflächen in der Eifel, darauf wies Ralf Meyer hin, bilde allerdings eine gute Grundlage für Verhandlungen mit der Bezirksregierung, wenn es um die Ausweisung neuer Flächen gehe.

Zur dieser positiven Bilanz trägt auch das Gewerbegebiet Imgenbroich bei, wo laut Agit ein sehr guter Firmen-Mix existiert. Imgenbroich stelle einen regional bedeutsamen Standort dar. Zwischen 2003 und 2008 wurden im Stadtgebiet Monschau 4,5 Hektar an Gewerbeflächen veräußert, 3,5 Hektar Hektar stehen aktuell als Reserveflächen zur Verfügung.

Eine Chance für die Gewerbegebiete im Südkreis sieht die Agit in der Nähe des Hochschulstandortes aachen. Hier gelte es, mit Hilfe der Zukunftsinitiative Eifel neue Initiativen zu ergreifen.

Mit Standortvorteilen, wie Autobahnnähe oder günstiger Verkehrsanbindung kann man in der Eifel nämlich nicht punkten. „Dieses Problem lässt sich nicht wegdiskutieren”, räumte auch der Agit-Referent ein. Die „desolate Anbindung” an das Oberzentrum Aachen, fordert Werner Maassen (AMU) müsse auch im neuen Gewerbeflächenkonzept Berücksichtigung finden.

Imgenbroich könne wohl mit hohem Wohnwert und guten Freizeitmöglichkeiten dienen, wies Werner Krickel (Grüne) darauf hin, dass auch diese „weichen Standortfaktoren” im Gewerbeflächenkonzept berücksichtigt werden sollten. Eine regionale Abstimmung über die Konzeption von Gewerbegebieten, insbesondere mit den Nachbarkommunen, bezeichnete Krickel als „unbedingt notwendig.”

Margarete Ritter ließ den Ausschuss noch wissen, dass in Monschau jährlich 50 Anfragen zu Gewerbeansiedlungen eingingen, dabei aber deutlich werde, dass man gegen Gewerbestandorte in Autobahnnähe einen schweren Stand habe.
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