Gemeinsam forschen: Treffen der Heimat- und Geschichtsvereine

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Eicherscheid. 21 Leiter und Organisatoren der Heimat- und Geschichtsvereine des Monschauer Landes („Heimat-AG“) waren jetzt im Eicherscheider Bauernmuseum zusammengekommen, um dort die liebevoll dekorierten Altertümchen der Familie Arnolds zu bestaunen.

Manches war schon bekannt, doch man entdeckte auch Dinge, die einer näheren Erklärung bedurften. Hausgemachte Waffeln und köstliche Wurstbrote luden zum Probieren ein. Der anschließende „Haustrank“ sah nicht nur verführerisch aus, er mundete auch vorzüglich. Manche Beifahrer konnten es sich sogar erlauben, noch einmal nachzulegen.

Als Ehrengäste waren die Eheleute Theo und Trude Heiler erschienen; den meisten ist Trude Heiler als profunde Kennerin der Eicherscheider Ortsgeschichte schon seit Jahren ein Begriff. Nach dem „gemütlichen“ Teil wechselten die Heimatfreunde das Domizil und fuhren zum Eicherscheider Sportheim, wo sie von Ortsvorsteher Günter Scheidt herzlich begrüßt wurden.

Ludwig Siebertz und Kurt Förster hatten den Abend sehr gut vorbereitet. Anhand der Eicherscheider Internetseite www.geschichte-eicherscheid.de führte Ludwig Siebertz in die Ortsgeschichte ein. Die interessierten Zuhörer stellten zahlreiche Fragen, die Ludwig Siebertz und Kurt Förster präzise beantworteten.

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr auch das von Kurt Förster vorgestellte historische Material, das er vor dem Verfall retten konnte. Die beachtliche Literatursammlung gab Zeugnis davon, dass man in Eicherscheid nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen Heimatgeschichte betreibt. Joachim Gostek sorgte zudem dafür, dass die Kehlen nicht trocken wurden.

Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Heimat- und Geschichtsvereine im Monschauer Land, H. Jürgen Siebertz, trug zum Abschluss noch ein paar persönliche Gedanken vor. Er halte es für wichtig, dass man in verstärktem Maße auch untereinander Kontakte knüpfen würde.

Es läge im Interesse der gemeinsamen Sache, wenn man den Geschichtsfreunden aus anderen Dörfern vorliegende Informationen zu deren Ortschaften auch zugänglich machen würde. Niemand würde seiner Kenntnisse und seines Wissens beraubt, wenn er Daten, die andere Ortschaften beträfen, weitergeben würde.

Er wies darauf hin, dass es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sei, zum Beispiel Totenzettel, Schriften und Bücher untereinander auszuleihen. Alle seien doch für eine gemeinsame Sache tätig, nämlich die Erforschung, Dokumentation und Sicherung der Heimatgeschichte. Gemeinsam mit dem Geschichtsverein Monschauer Land, dessen Repräsentanten immer bei den Treffen zugegen sind, habe man es innerhalb kurzer Zeit geschafft, die Vertreter der einzelnen Dörfer an einen Tisch zu bringen und in halbjährlichem Rhythmus Erfahrungen auszutauschen, Informationen zu geben, die Zusammenarbeit zu vertiefen und Freundschaften herzustellen.

Für das kommende Jahr wünscht sich Siebertz, dass endlich auch das noch fehlende Dorf Imgenbroich seine Bedenken aufgeben und zur Arbeitsgemeinschaft stoßen würde – zum Wohle der anderen Dörfer und seiner Menschen. „Vielleicht ist jemand aus dem Kreis der Ablehnenden gewogen, hier den ersten Schritt zu tun. Ich bin jederzeit auf Empfang“, so Siebertz.

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