Gemeindeübung: Den Unfallort fast filmreif hergerichtet

Von: ale
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Beinahe filmreif hatte die Sim
Beinahe filmreif hatte die Simmerather Feuerwehr die Unfallszene animiert, bei der mehrere Menschen „verletzt” worden waren. Foto: Anneliese Lauscher

Simmerath. In Simmerath sind die Menschen im Notfall gut geschützt. Bei einer gemeinsamen Übung der Feuerwehren mit dem Technischen Hilfswerk und dem Malteser Hilfsdienst zeigte sich am Freitag eine funktionierende Zusammenarbeit.

Sicher ist vielen Passanten das enorme Aufgebot an Feuerwehrfahrzeugen aufgefallen, als an der Hauptschule die Gemeindeübung stattfand. Insgesamt nahmen 28 Fahrzeuge daran teil. Drei Löschfahrzeuge blieben in Bereitschaft für den Fall, dass ausgerechnet während der Übung wirklich etwas passiert und ein Einsatz notwendig würde.

„Alle Einheiten der Feuerwehr, dazu THW und Rettungsdienst führen einmal jährlich die Gemeindeübung durch. Diesmal sind circa 120 Einsatzkräfte beteiligt. Dabei stellen wir möglichst realistisch Unfall- oder Katastrophenfälle dar, diesmal drei voneinander unabhängige Lagen”, erläuterte Christian Förster, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath. Im Inneren der Hauptschule brannte es; in einer Kurve waren mehrere Fahrzeuge kollidiert, und wenige Straßen weiter war in einer Wohnung ein Brand ausgebrochen, drei Personen wurden vermisst.

Rauch aus der Nebelmaschine

Der Hausmeister der Hauptschule hatte die Feuerwehr alarmiert, man sah Rauch in einem Flur und e. Innerhalb von acht Minuten war der erste Löschzug am Unfallort, zwei Minuten später traf der nächste ein. Es war beeindruckend, mit welcher Disziplin die Feuerwehrleute zur Tat schritten, zügig, ohne hektisch zu sein. Gezielt wurden Fragen gestellt, um die Lage zu checken. Dann drangen die Feuerwehrmänner mit Atemschutz in die Räume ein, aus denen immer dichter werdender Rauch quoll. Sie verständigten sich untereinander, sprachen ihre Aktionen ab. Wenn es sich auch diesmal um eine Nebelmaschine mit „Disco-Rauch” handelte, die Szene wirkt sehr echt.

Eine Straße weiter hatte sich ein spektakulärer Unfall ereignet: Vier Fahrzeuge waren beteiligt, mehrere Menschen wurden verletzt, eine Person war im demolierten Fahrzeug eingeklemmt. Hier hatte man sich wirklich Mühe gegeben, eine katastrophale Unfallsituation realistisch zu demonstrieren. Unter Anwendung ihrer technischen Ausrüstung hoben die Rettungskräfte die verletzte Person behutsam aus dem Autowrack; den jugendlichen Feuerwehrmitgliedern wurde erklärt, warum dieses und jenes notwendig war, worauf man beispielsweise achten muss, um Wirbelsäulenverletzungen zu vermeiden. Den Jugendlichen sowie den Feuerwehrmännern und -frauen, die noch in der Ausbildung sind, wurde hier sehr praxisnah so manches Detail vor Augen geführt.

Insgesamt war Christian Förster sehr zufrieden mit dem Ablauf der Gemeinde-Übung. „Wir haben unsere Fertigkeiten verfestigt. Wir haben natürlich auch über aufgetretene Fehler gesprochen. Es war eine gute koordinierte Aktion mit sehr engagierten Mitarbeitern.”
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