Roetgen - Gemeinde Roetgen wirbt für Photovoltaik-Nutzung

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Gemeinde Roetgen wirbt für Photovoltaik-Nutzung

Von: Helga Giesen
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Bürgermeister Manfred Eis freut sich mit Bauamts-Mitarbeiterin Annika Thelen sowie Umweltdezernent Uwe Zink von der Städteregion über die neuen Solardisplays im Rathaus. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Im Roetgener Rathaus wurden kürzlich zwei Solardisplays in Betrieb genommen. Hier können sich Besucher jetzt über die kommunale Solarenergieversorgung informieren. „Viele Bürger sind sehr am Klimaschutz interessiert und wollen wissen, was die Gemeinde vor Ort dafür tut“, weiß Bürgermeister Manfred Eis.

Bei den gemeindeeigenen Gebäuden sind besonders die Flachdächer des Bauhofs im Gewerbegebiet als auch der Gemeindesporthalle hinter dem Rathaus zur Nutzung durch Photovoltaikanlagen geeignet und dazu an die Stawag als Kooperationspartner verpachtet.

Mit Unterstützung durch die Städteregion wurden nun im Rathaus die zwei Monitore installiert, die detailliert Auskunft über den Ertrag der beiden Anlagen geben. Zur Präsentation begrüßte der Bürgermeister auch den „Klimaschutzchef” der Städteregion, Umweltdezernent Uwe Zink, sowie Annika Thelen als zuständige Mitarbeiterin im Roetgener Bauamt.

Die neuen Solardisplays hängen im Erdgeschoss im Wartebereich vor dem Meldeamt und im Obergeschoss vor dem Bauamt. Das seien die am häufigsten von den Bürgern aufgesuchten Ämter, erläutert der Verwaltungschef die Wahl der Standorte. Hier können sich die Besucher nun über die aktuellen Werte informieren und sich gleichzeitig von Bildimpressionen aus den Roetgener Ortsteilen unterhalten lassen.

Von „Visualisierungsmaßnahmen“ des Effekts solcher Anlagen für den Verbraucher verspricht sich auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), unter anderem zuständig für die Förderung erneuerbarer Energien, Anreize für die Nutzung und fördert deshalb zum Beispiel „elektronische Anzeigetafeln in allgemein zugänglichen Räumen“, wie es in schönem Amtsdeutsch heißt.

„Eigennutzung wirtschaftlich“

So konnten auch die 5500 Euro für die Anlage im Rathaus aus Zuschüssen finanziert werden. „Wir haben Förderanträge für mehrere Kommunen in der Städteregion gestellt“, berichtete Uwe Zink, der betonte, dass die Städteregion Klimaschutzkonzepte in allen Kommunen begleitet sowie finanziell und personell unterstützt.

Dazu gehört auch das Solarkataster der Städteregion, das für jedes Gebäude Auskunft darüber gibt, ob die Dachfläche für eine Photovoltaikanlage geeignet ist, wie viel Strom produziert werden und wie viel CO2 dadurch eingespart werden könnte. „Auch wenn die Subventionen weiter sinken, ist eine Eigennutzung wirtschaftlich“, betont Uwe Zink.

Für Roetgen weist das Solarkataster 335.000 Quadratmeter Dachfläche als geeignet für die Photovoltaik-Nutzung aus. Rund 28.500 Megawattstunden Strom könnten pro Jahr darüber erzeugt und 12.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Auf 340 Quadratmetern Fläche auf dem Bauhof und 300 Quadratmetern auf der Sporthalle kann die Gemeinde seit Juli 2012 Strom für die Eigennutzung erzeugen.

Als aktuelle Werte zeigen die Displays an, dass im Juni bisher 4322 Kilowattstunden von der Anlage auf dem Bauhof und 3974 Kilowattstunden von der Anlage auf der Sporthalle erzeugt wurden. Damit wurden 3025 kg bzw. 2782 kg Kohlendioxid vermieden. Insgesamt produzierten die beiden Anlagen seit der Inbetriebnahme je rund 72.000 Kilowattstunden Strom.

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