Fußballspiel endet mit wüster Schlägerei

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Konzen. Was ein Fußballfest werden sollte, endete in einer wüsten Keilerei: Das Kreispokalspiel zwischen den A-Junioren des TV Konzen und Westwacht Aachen musste am Mittwochabend drei Minuten vor dem Spielende beim Stande von 3:2 für Konzen abgebrochen werden.

Denn die Gästemannschaft weigerte sich, die Partie fortzuführen.

Zuvor waren Spieler beider Mannschaften heftig aneinandergeraten und hatten sich laut Zeugenaussagen auch Zuschauer am Handgemenge auf dem Fußballplatz beteiligt.

Spiel mit Spannung erwartet

Schon früh herrschte beim mit Spannung erwarteten Halbfinalspiel im Konzener Sportpark eine gereizte Stimmung, die sich trotz zweimaliger Führung bei der Gastmannschaft vor allem am Unparteiischen entlud. Nach einer Beleidigung verwies der Jungschiedsrichter aus dem Stadtgebiet Monschau bereits in der ersten Halbzeit einen Zuschauer der Aachener Gäste der Anlage. In der zweiten Halbzeit musste auch der Trainer der Westwacht auf Anweisung des Referees das Sportplatzgelände verlassen, nachdem er trotz mehrfacher Ermahnung die Entscheidungen des Unparteiischen immer wieder lautstark kritisiert hatte.

Die hauptsächlich von außen hereingetragene Unruhe entlud sich schließlich auf dem Platz. In der 87. Minute lief ein Spieler der Heimelf mit dem Ball auf den Gästetorwart zu, der die Konzener Chance zum entscheidenden 4:2 aber vereitelte. Stürmer und Torwart gingen bei der Aktion zu Boden, und in der Folge kam es zu einem Körperkontakt.

Auf Gegenspieler eingetreten

Wie der Schiedsrichter später in seinem Bericht vermerkte, verlor der Gästetorwart daraufhin völlig die Beherrschung und trat mehrfach auf den Konzener Spieler ein, der dabei Verletzungen am Körper und auch am Kopf davontrug. Die übrigen Spieler der Aachener hatten Mühe, ihren Tormann zu beruhigen.

Konzener Spieler, Verantwortlichen beider Vereine und auch einige Zuschauer eilten nun ebenfalls zum Ort des Geschehens. Einige Hitzköpfe verteilten weiter fleißig Schläge, Schubser und Fußtritte, so dass später diverse Blessuren und Beulen zu beklagen waren.

Nachdem sich die Gemüter einigermaßen beruhigt hatten, stellte der Schiedsrichter den Gästetorwart vom Platz und bemühte sich um eine Fortführung der Partie. Dies lehnte die Gästemannschaft jedoch trotz mehrfacher Aufforderung des Schiedsrichters an den Gäste-Spielführer schließlich ab.

Inzwischen war auch die Polizei im Sportpark eingetroffen und nahm Personalien und Sachverhalte auf. Von beiden Seiten wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, so dass das Fußballspiel wohl nicht nur ein Nachspiel vor der Spruchkammer des Fußballkreises, sondern auch vor dem Amtsgericht haben dürfte.
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