Fuhrtstraße soll vom Schwerverkehr entlastet werden

Von: P. St.
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Rollesbroich. Wenig Akzeptanz in Teilen der Rollesbroicher Bevölkerung hat in der Vergangenheit ein Schweinemastbetrieb mit Biogasanlage im Außenbereich des Ortes gefunden.

Dies liegt vor allem daran, dass die Anwohner der Fuhrtstraße die Leidtragenden der Schwerverkehrs sind, der zum Hof hin und zurück pendelt. Für den Betrieb der Biogasanlage und des Schweinemastbetriebes waren das rund 800 Fahrten pro Jahr. Die bescheidene Ausbaubreite der Fuhrtstraße mit ihren Wegeseitegräben ist für ein solches Verkehrsaufkommen allerdings nicht geeignet, insbesondere wenn sich schwerere Fahrzeuge hier begegnen.

Die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb ist inzwischen erloschen, die Biogasanlage aber soll als gewerblicher Betrieb im Außenbereich fortgeführt werden.

Im Simmerather Planungsausschuss wurde jetzt darüber beraten, ob die Gemeinde ihr Einvernehmen erteilt. „Das ist nicht so einfach”, meinte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer, denn es gelte nach wie vor darauf zu achten, dass die Anlieger nicht zu sehr belästigt würden. Das Problem Fuhrtstraße bleibt nämlich weiterhin bestehen, wenngleich die Zahl der täglichen Fahrten mit schweren Güllefässern auf 300 pro Jahr absinken würde.

Die Verwaltung will nun ihre Zustimmung davon abhängig machen, ob eine andere Erschließung zum Betrieb gefunden wird und die Fuhrtstraße entlastet wird. Der Vorschlag lautete daher, dass der Betreiber der Biogasanlage die Fahrten zu seinem Betrieb über Wirtschaftswege am Ende der Fuhrtstraße zur Dürener Straße hin sicherstellen soll. Voraussetzung wäre ein Ausbau der vorhandenen Wirtschaftswege, wobei die Gemeinde gegen Kostenerstattung diesen Ausbau vornehmen könne. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: „So zeigen wir dem Betrieb eine Perspektive auf, statt die Baugenehmigung zu versagen.” Diesen Vorschlag aber bezeichnete Manfred Sawallich (SPD) als „falsches Signal” an den Bauherrn, denn der Ausbau von Wirtschaftswegen sei für den Antragsteller wohl kaum realistisch. Was realistisch sei, betonte Klaus Stockschlaeder (Grüne), liege in der Entscheidung des Bauherrn.

Somit beschloss der Planungsausschuss bei vier Enthaltungen, dass die Gemeinde mit diesem Vorschlag an den Antragsteller herantreten will. Helmut Keischgens (UWG) hatte zuvor noch das Problem des Umweltschutzes angesprochen, schließlich befinde sich die mit Gülle betriebene Biogasanlage im Einzugsbereich der Kalltalsperre. Jürgen Förster von der Bauverwaltung erläuterte, dass diese Frage Teil des Baugenehmigungsverfahrens sei.
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