Für „Exodus“ machen die Gymnasien gemeinsame Sache

Von: hes
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Noch ist Manager Ben (Felix Offermanns) obenauf, doch bald sollen ihn zweilichtige Gestalten und schlechte Berater aus der Bahn werfen.

Monschau/Vossenack. Das Musical „Exodus“, das schon bald nach der Uraufführung 1999 Kultstatus erlangte und untrennbar mit dem exART-Musiktheater des Franziskus-Gymnasium Vossenack verbunden ist, wird jetzt zum pädagogischen und künstlerischen Bindeglied zweier Eifelgymnasien. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des St.-Michael-Gymnasium Monschau wird das Stück um Macht, Freiheit und Scheitern am 8. und 9. November jeweils um 19 Uhr im Kulturkino Vogelsang von insgesamt 60 Schüler/innen und Lehrer/innen beider Schulen auf die Bühne gebracht.

Gemeinsam stellen sich die Akteure der Herausforderung, Musik, Tanz und Show auf höchstem Niveau abzuliefern und gleichzeitig eine zeitlose wie hochaktuelle Geschichte zu inszenieren.

Freudetrunkene Blindheit

Exodus handelt vom modernen Manager Ben, der an der Spitze des Familienunternehmens dem alltäglichen Stress und Erfolgsdruck nicht mehr Stand hält, seinen Posten hinschmeißt und mit dem väterlichen Erbe im Gepäck seine Freiheit in vollen Zügen genießt. Gepaart mit Übermut, freudetrunkener Blindheit und nicht zuletzt männlichem Eroberungsgehabe gerät er schließlich in den Fokus von zwielichtigen Gestalten, die ihn in den absoluten Ruin treiben. Dem Elend ausgeliefert, versucht er verzweifelt seinem tragischen Ende zu entrinnen.

Der aktuelle Aufführungsort im Kulturkino Vogelsang bietet eine weitere ambivalente Herausforderung: Zum einen das außergewöhnliche Flair des Kinosaals, zum anderen der historische Ort Vogelsang als solcher. Ein Ort, wo totalitäre Ideologien jedes Aufbegehren der Freiheit im Keim erstickten, wird Gastgeber des Musicals „Exodus – die Freiheit liegt in Dir“.

Exodus ist auch ein Wiedersehen mit altbekannten Hauptdarstellern des exART-Musiktheaters, wie Gunnar Leschenar und Bruder Windfried Abs, ofm. Gleichzeitig aber werden neue Gesichter ihr vielversprechendes Talent unter Beweis stellen können, so unter anderem Felix Offermanns in der Hauptrolle als „Ben“ sowie Sarah Eischet als Punkerin.

Der Zuschauer darf sich auf das Musical „Exodus“, das insgesamt 31 Mal in Deutschland aufgeführt worden ist (neben den Aufführungen im FGV in Vossenack unter anderem in Köln, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Düren und Nideggen), besonders freuen, da die packende Geschichte in einem neuen Gewand inszeniert wird, sei es szenisch, choreographisch und darstellerisch.

Ganz getreu dem Resümee der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), die urteilte: „Wer mit dem Musical-Genre hauptsächlich die stromlinienförmigen Songs eines Andrew Lloyd Webber verbindet, wurde mit ‚Exodus‘ davon überrascht, dass es auch vielfältiger geht.“

Beim Monschauer Wirtschaftstag am vergangenen Sonntag zeigten die Akteure der „Exodus“-Aufführung 2013 schon einmal Kostproben der Aufführungen im November und machten Appetit auf mehr. Bevor der erste Vorhang in Vogelsang fällt, werden die Darsteller noch rund 150 Stunden bei den Proben auf der Bühne stehen, kündigte Regisseur Clemens Amendt in Imgenbroich an.

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