Für das Hobby im Wasser über die Grenze nach Eupen

Von: Lea Mertens
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Jana Mertens (17 Jahre), Elena Mertens (17 Jahre), Lea Mertens (15 Jahre) und Hannah Dickmann (16 Jahre) fahren seit 2001 mehrmals in der Woche nach Eupen zum Schwimmen. Dort sind sie im Schwimmverein Delphin Eupen (SVDE) aktiv und haben so die Möglichkeit, bis zu sechs Mal in der Woche zu trainieren. Foto: Walter Mertens

Eupen/Kalterherberg. An der Tür des Vennbades in Monschau hängt seit dem 4. Dezember 2008 wegen Einstruzgefahr ein großes „Geschlossen”-Schild. Da die Schwimmhalle in Simmerath ebenfalls defekt ist, gibt es für Kinder und Jugendliche aus der Umgebung kaum einen Ort, an dem sie das Schwimmen erlernen oder Schwimmen als Sport betreiben können.

Eine Ausnahme bildet da eine Gruppe junger Mädchen aus Kalterherberg, die seit 2001 mehrmals in der Woche nach Eupen zum Schwimmen fahren. Dort sind sie im Schwimmverein Delphin Eupen (SVDE) und haben die Möglichkeit bis zu sechs Mal in der Woche zu trainieren.

Darüber hinaus werden Wettkämpfe in ganz Belgien bestritten, aber auch in Deutschland schickt der Verein ab und an seine Schwimmer an den Start, wie beispielsweise am 3. und 4. Juli beim internationalen Schwimmfest in Erkelenz.

Jana Mertens (17 Jahre), Elena Mertens (17 Jahre), Lea Mertens (15 Jahre) und Hannah Dickmann (16 Jahre) waren jedoch nicht die einzigen, die Woche für Woche den relativ weiten Weg nach Eupen auf sich genommen haben. So waren auch die Kalterherberger Lea Mathar, Lena Mertens, Sophia Dickmann, Janine Jakobs, Leon Dickmann, Marius Dickmann, Sara Mertens und Mariana Brandenburg jahrelang Mitglied im Eupener Schwimmverein und beendeten ihre Schwimmkarriere nur auf Grund von Zeitmangel.

Der Schwimmverein in Eupen fördert seine jungen Talente sehr sorgfältig durch harte Trainingseinheiten, zu denen sich Trainer Christian Degavre wie folgt äußert: „Das Training muss hart sein, um effektiv wirken zu können, jedoch darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen.”

Der Verein freut sich sehr über die starke Gruppe Deutscher, die ihren Verein unterstützt hat oder bis heute noch zugehört. Es sei schade, dass die Schwimmer einen so weiten Weg auf sich nehmen müssten, um ihr Hobby ausleben zu können, dennoch freue er sich, sagen zu können, dass die vier Mädchen aus Kalterherberg heute zum festen Kern des Schwimmclubs gehörten, erläuterte der Trainer.

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