Fünftes Kreuz mahnt zum Frieden

Von: ale
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Das Eifelkreuz „Auf der Kopp
Das Eifelkreuz „Auf der Kopp” bei Paustenbach wurde am Sonntag unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht und gesegnet. Die Feier fand in der wunderschönen Umgebung bei herrlichem Herbstwetter einen einzigartigen Rahmen. Foto: Anneliese Lauscher

Paustenbach. Das Eifelkreuz „Auf der Kopp” ist am Sonntag unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht und gesegnet worden. Die Feier fand in der wunderschönen Umgebung bei herrlichem Herbstwetter einen einzigartigen Rahmen.

Das Eifelkreuz wurde zum ersten Mal am 1. Oktober 1947 errichtet. Es sollte ein Zeichen des Dankes für den überstandenen Zweiten Weltkrieg sein und eine Mahnung zum Frieden. Aus dem Holz dieses Kreuzes wurde übrigens später das „Kreuz der Liebe” geschnitzt, das in der Paustenbacher Kapelle steht. Mittlerweile wurde das fünfte Kreuz nötig, denn im Januar zerstörte ein Orkan das vorherige aus dem Jahr 1996. Im Juni wurde hier das neue Kreuz aufgestellt, es ragt weithin sichtbar auf diesem 554 Meter hohen Plateau auf.

Dank an die Kreuz-Pfleger

Das Ortskartell Simmerath hatte am Sonntag zum Kreuzweg eingeladen, über hundert Menschen gingen von der Simmerather Kirche zur Paustenbacher Höhe und beteten an den Kreuzwegstationen. Immer steiler führte der Weg bergan, und immer mehr Jacken wurden ausgezogen, denn es war außergewöhnlich warm.

Auf der Höhe hatten sich bereits viele Gäste eingefunden, Bänke waren aufgestellt worden. Hier begrüßte der Geschäftsführer des Ortskartells, Dr. Burkhard Wilden, erfreut die Anwesenden, unter ihnen Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sowie die Geistlichen Pfarrer Michael Stoffels und Pfarrer Volker Böhm. Sein herzlicher Gruß galt den Ersterbauern des Kreuzes von 1947, nämlich Vinzenz Braun, Herbert Gerards, Ernst Haas und Georg Jansen. Dr. Wilden dankte herzlich allen, die die Kreuzwegstationen pflegen bzw. hierfür spenden.

Gedicht von Oswald Jansen

Er hob die Verantwortung für den Frieden hervor: „Wir sollten uns bewusst sein, dass jeder Einzelne von uns durch sein eigenes Leben und Wirken im Kleinen erst den Frieden in unseren Familien, den sozialen Systemen und somit zwischen den Generationen ermöglicht. Gerade die Nachkriegsgenerationen, welche in Frieden und Wohlstand aufwachsen durften, sind aufgerufen, die Mahnung unserer Vorfahren anzunehmen.”

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns begann seine Ansprache mit dem Hinweis auf die idyllische Heckenlandschaft und auf die mächtigen alten Bäume, die den schönen Platz säumen. Im krassen Gegensatz zum heute sich bietenden harmonischen Bild haben die Kämpfe gestanden, die hier auf der „Höhe 554” viele junge Menschen das Leben gekostet haben. „Wir brauchen Stätten des Gedenkens”, sagte Karl-Heinz Hermanns, und er dankte allen, die diese würdige Gedenkstätte gestalten und pflegen. Seine Dankesworte galten auch allen Vereinen aus Simmerath, die diese sonntägliche Feier unterstützten.

Das Gedicht „Paustenbacher Höhe 1947” von Oswald Jansen wurde vorgetragen, der Spielmannszug und die Blasmusik der Hansa Simmerath spielten feierliche Weisen und der Kirchenchor sang „Dona nobis pacem.” Pfarrer Böhm und Pfarrer Stoffels beteten gemeinsam für den Frieden, für alle Menschen, die in Kriegen gestorben sind und für die Kinder, die im Krieg aufwachsen müssen. Der Spielmannszug spielte das Lied vom guten Kameraden, und mit starkem Applaus dankten die Anwesenden für die rührende Feier.
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