Schleiden - Frühere NS-Ordensburg verbucht eine Million Besucher

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Frühere NS-Ordensburg verbucht eine Million Besucher

Von: gego/dapd
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Vogelsang
Besucher nehmen am Mittwoch (03.08.2011) bei Gemünd in der Eifel an einer Führung über die ehemalige NS-Ordenburg Vogelsang teil. Fünf Jahre nach der Öffnung der Burg kommen immer mehr Besucher zu dem Denkmal. Foto: dpa

Schleiden. Die Althaus wollten sich eigentlich nur mal auf Vogelsang umsehen, auf den Urftsee schauen, in die Ausstellung gehen, einen Kaffee trinken. Das war der Plan. Doch kaum hatten sie am Mittwochmorgen das Gelände betreten, stand jemand mit Blumen vor ihnen und erklärte, sie seien die millionsten Besucher auf Vogelsang seit 1. Januar 2006.

Und so saßen Helga und Günter Althaus aus Wilnsdorf bei Siegen unversehens in der Bilanzpressekonferenz der Vogelsang-Betreibergesellschaft und mussten Fragen beantworten und sich fotografieren lassen.

Manfred Poth, Aufsichtsratsvorsitzender der Standortentwicklungsgesellschaft, erklärte, die Althaus seien ideale Vogelsang-Besucher, weil sie die ehemalige NS-Ordensburg im Rahmen ihres Urlaubes besuchten, den sie dieser Tage in Bad Münstereifel verbringen.

Sie sind also Übernachtungsgäste, und von denen wünschen sich die Eifeltouristiker ja ohnehin ein paar mehr. Die Althaus erhielten die ersten Eintrittskarten für das neue Forum Vogelsang, das 2014 gebaut sein soll.

Auf der zu einem Besucher- und Informationszentrum umgewandelten früheren Nazi-Ordensburg Vogelsang kletterten die Gästezahlen im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 200.000, wie der Betreiber Vogelsang IP am Mittwoch in Schleiden mitteilte.

In 2350 Führungen, Vorträgen und Projekten wurde in 2010 über die Ziele nationalsozialistischer Erziehung aufgeklärt.

In den 40er-Jahren waren in der Ordensburg NS-Eliteschulen untergebracht. Nach Kriegsende wurde die Anlage bis 2005 als britischer und später belgischer Truppenübungsplatz genutzt.

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