Freundschaft mit den Nachbarn in den Niederlanden gepflegt

Von: Egl
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Zu Gast in den Niederlanden: Bürgerschützenkönig Heinz I. (Mertens) und Vorstand der Bürgerschützen vor dem „Sjötter aan de Poort” in Valkenburgs Altstadt. Foto: H. Egerland

Valkenburg/Monschau. Die Einladung aus dem niederländischen Valkenburg, bei der Enthüllung eines historischen Stadtdenkmals beizuwohnen, hatten die „Bürgerschützen Montjoie”, der älteste Schützenverein der Region, mit großer Freude angenommen.

Und so reiste eine Abordnung von 25 Schützen in die limburgische Provinz; zusammen mit örtlichen Schützenvereinen gedachte man einer gemeinsamen Vergangenheit und blickte hoffnungsvoll in eine gemeinsame Zukunft.

Die Bürgerschützen hatten sich nicht schlecht gewundert, als sie aus Valkenburg gleich zwei Einladungen erhielten. Einer der historischen Schützenvereine der Stadt, die „Edele Nobele Agtbaere Jonge en Oude Loffelijke Schutterye” hatte zur Feier seines 550-jährigen Jubiläums geladen.

Er war aufgrund des besonderen Jubiläums Ausrichter des diesjährigen Dreiländer-Eck-Treffens 2010, dem wohl größten Schützenfest der Region. Die Bürgerschützen mussten da leider passen, denn eine Teilnahme hätte zu terminlichen Überschneidungen mit der eigenen Kirmes in Monschau geführt. Die Einladung der Stadt zur Denkmalseinweihung konnten die Monschauer aber annehmen.

„Es ist uns eine Ehre”, so Präsident Georg Kaulen, „an diesen Feierlichkeiten teilnehmen zu dürfen. Es geht hierbei um eine historisch-bedeutsame Beziehung und um die Begründung einer neuen Schützenfreundschaft.”

Gemeinsame Geschichte

Nach einem freundlichen Empfang marschierten sie mit ihrer neuen Majestät Heinz I. (Mertens) an der Spitze mit Musik und mit den beiden valkenburgischen Schützenvereinen durch die Altstadt und versammelten sich inmitten einer großen Menschenmenge am historischen Grendeltor.

Bürgermeister Martin Eurlings erinnerte an die „gemeinsame Geschichte von Valkenburg und Monschau”. Die Freundschaft der historischen Schützenvereine sei eine Möglichkeit, die Idee der Euregionale mit Inhalten zu füllen. Mit der gemeinsamen Vergangenheit bezog er sich auf den bekannten Walram von Falkenburg und Montjoie.

Im 13. Jahrhundert hatten sich aus einer Limburger Seitenfamilie die Herren von Monschau etabliert. Es folgte eine vereinigte Monschau-Valkenburgische Landesherrschaft bis zum Aussterben der männlichen Linie Mitte des 14. Jahrhunderts. Die Herrschaft umfasste neben Valkenburg und Montjoie unter anderem auch Bütgenbach und St. Vith.

Mit viel musikalischer Unterhaltung wurde noch kräftig bis in die Nacht gefeiert. Und es sollte sich dabei sehr schnell zeigen, dass zumindest die betroffenen Schützenvereine mit einer deutsch-niederländischen Freundschaft überhaupt keine Probleme hatten.

Dem Besucher Valkenburgs jedenfalls präsentiert sich am Grendeltor nunmehr mit Plakette und Statue auch ein kleines Stück Monschauer Geschichte.
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