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Freilichtmuseum Kommern: Martinslegende in Scheune erzählt

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Rund 2000 Teilnehmer folgten am vergangenen Sonntag Sankt Martin auf dem mit unzähligen Stall-Laternen beleuchteten Weg durch den Museumswald und das LVR-Freilichtmuseum Kommern.

Eifel. Sie kamen aus Aachen und Bonn, aus Köln und natürlich aus der Eifel: Rund 2000 Teilnehmer folgten am vergangenen Sonntag Sankt Martin auf dem mit unzähligen Stall-Laternen beleuchteten Weg durch den Museumswald und die vier dörflichen Baugruppen des LVR-Freilichtmuseums Kommern.

Hoch zu Ross begrüßte Museumslandwirt Karl-Heinz Hucklenbroich als heiliger Martin im Gewand eines römischen Offiziers, begleitet von seinen beiden Töchtern, die Kinder und ihre Eltern vor dem festlich beleuchteten historischen Tanzsaal aus Pingsdorf.

In der Baugruppe Westerwald setzte sich dann der Zug in Bewegung. Liesel Retetzki, die sonst im Freilichtmuseum als Akteurin des Museumsprogramms „Gespielte Geschichte“ die Ordensschwester Clara Fey verkörpert, hatte zuvor in einer alten Scheune Hunderten gespannt Zuhörenden die Legende erzählt, die sich um den Heiligen Martin rankt.

Zum ersten Mal wirkten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Museumsfördervereins mit. Sie halfen bei der Aufstellung des Umzugs und teilten Liederhefte aus. Intoniert wurde das Liedgut von vier Musikkapellen. Die Bergkapelle Mechernich begleitete den Zug in der traditionellen Tracht, die die Kumpel des früheren Mechernicher Bleibergwerks an Festtagen trugen.

Für Licht und Sicherheit sorgten die historischen Löschgruppen, mit Pechfackeln begleiteten sie den mehr als einen Kilometer langen Umzug.

Mittendrin steuerte Martin Reinartz, ehemaliger Museumsmitarbeiter, einen alten Deutz-Trecker mit Leiterwagen, auf dem Gänseliesel der katholischen Grundschule Arloff die aus ihrem Holzkäfig etwas verwundert dreinschauenden Martinsgänse begleiteten. Modern allerdings war das Tanklöschfahrzeug, mit dem die Obergartzemer das gigantische Martinsfeuer auf der großen Windmühlenwiese bewachten.

Hier konnten die Teilnehmer erleben, wie St. Martin getreu seiner Legende seinen Offiziersmantel mit einem frierenden Bettler teilte. Genau genommen war es in Kommern jedoch eine Bettlerin: Museumslandwirtin Antonia Zimmermann kauerte in Lumpen neben dem wärmenden Feuer und erhielt Martins halben Mantel.

Mit Kinderpunsch, Kakao, Glühwein und deftiger Kartoffelsuppe im historischen Tanzsaal fand der seit 14 Jahren stattfindende Martinszug seinen Abschluss. Hier gaben Sankt Martin und Mit-Organisatorin Renate Waeser auch die Martinswecken aus der Museumsbäckerei aus.

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