Frauenfußball: Kein Kaffeekränzchen zum Ausklang

Von: kk
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Kesternich. Der Trainer der Frauenmannschaft des TSV Kesternich, Oliver Altenbach, glaubte kurz vor dem Anpfiff des Derbys bei Eintracht Kornelimünster in der Mittelrhein-Liga wegen der bescheidenen Personalsituation der Grün-Weißen nicht, dass man sich für die Anfang Oktober erlittene Niederlage im Kreispokal-Endspiel würde revanchieren können.

Am Ende gab es nach einer 2:0-Führung der Kesternicherinnen wenigstens einen Teilerfolg, denn nach zerfahrenen 90 Minuten trennten sich die lokalen Konkurrentinnen mit einem gerechten 2:2. Die Begegnung war noch keine fünf Minuten alt, als die Gäste erstmalig jubeln konnten. Nach einem Freistoß von Jasmin Rennert aus halbrechter Position bugsierte Nina Scheen das Spielgerät per Kopfball über die Linie.

Leider blieben weitere hochkarätige Torchancen in der ersten Halbzeit rar. Die erste nennenswerte Möglichkeit in Halbzeit zwei hatten die Gastgeber, deren beste Spielerin, Sylvia Pauquet, aber nur den Pfosten traf. In der 63. Minute mischte sich dann der Schiedsrichter in das unaufgeregte Geschehen ein und schenkte den Damen aus Kesternich zur Verwunderung aller einen Elfmeter. Was der Spielleiter gesehen hatte, blieb sein Geheimnis, aber das war Nina Scheidt auch egal, denn sie verwandelte den Strafstoß zur 2:0-Führung.

„Mit Ergebnis zufrieden“

Nur fünf Minuten später kamen die Gastgeber durch ein Eigentor der Elfmeterschützin zum Anschluss und nur weitere fünf Minuten später gelang Sylvia Pauquet der gerechte Ausgleich für den Tabellenletzten. „Die Mannschaft hat gut gekämpft und wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein“, lautete das knappe Fazit des TSV-Coachs.

Bedingt durch den Spielplan, aber auch durch den Tausch des Heimrechts mit Eintracht Kornelimünster standen zuletzt vier Auswärtsspiele in Folge auf dem Programm der grün-weißen Damen. Am Sonntag reisen sie zum letzten Auswärtstermin und gleichzeitig zum Jahresausklang zum direkten Tabellennachbarn Union Blau-Weiß Biesfeld.

Die Gruppe aus dem Bergischen Land wurde nach dem Aufstieg noch gut verstärkt und scheint problemlos den Klassenerhalt zu realisieren. Oliver Altenbach kennt den Gegner aus einigen Beobachtungen und schätzt auch dessen Trainer Andreas Roll als gewieften Taktiker.

Eine Punkteteilung würde den grün-weißen Damen reichen, um den Gegner auf Distanz zu halten und als Tabellensechster in die Winterpause zu gehen. „Ein Punkt wäre schon in Ordnung, aber dafür müssen wir neunzig Minuten richtig fighten“, weiß der Kesternicher Trainer, dass in Biesfeld kein gemütliches Kaffeekränzchen auf seine Damen wartet.

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