Forum Vogelsang diskutiert über Rassismus der Gegenwart

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Vogelsang. Rassismus ist ein gesellschaftliches Phänomen, das wesentlich älter als der Nationalsozialismus und mit dem „Tausendjährigen Reich” keineswegs untergegangen ist.

Die planmäßige Vernichtung von Juden, Sinti und Roma sowie anderen Gruppierungen während des „Dritten Reiches” stellt aber die radikalste und konsequenteste Form der Umsetzung rassistischer Überzeugungen in einem staatlichen Gemeinwesen dar, die die Geschichte kennt.

Rassistische Theorien und Argumente finden sich auch heute im Alltag ebenso wie in der politischen Landschaft und sind häufig subtil und gut getarnt in gesellschaftlich anerkannten Aussagen versteckt. Rechtsextreme Gruppierungen und Parteien nutzen häufig gängige rassistische Vorurteile, um sich mit ihren gesellschaftlichen und politischen Parolen zu platzieren, nicht nur bei Jugendlichen.

Ein Podiumsgespräch in Vogelsang zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Rassenwahn” wird sich den Begriffen und Fragen rund um das Thema „Rassismus heute” nähern. Prof. Dr. Wolfgang Dreßen gibt einen Rückblick auf die historischen Wurzeln des Rassismus, die die Ideologie der Nazis mit geprägt haben.

Dreßen hat sich als Leiter der Arbeitsstelle Nationalsozialismus bei der Fachhochschule Düsseldorf seit vielen Jahren intensiv mit dem Neo-Nazismus in Deutschland beschäftigt. Der Aachener Journalist Michael Klarmann gibt aus seiner Kenntnis der inneren Strukturen und Strategien der regionalen Rechtsextremismus-Szene einen Überblick über deren jüngste Entwicklungen und die Instrumentalisierung rassistischen Gedankenguts zur Gewinnung neuer Anhänger gerade bei Jugendlichen im ländlichen Raum.

Im Anschluss an diese Referate wird es eine Diskussion mit dem Publikum geben, die von Dr. Christina Threuter, wissenschaftliche Leiterin von Vogelsang ip, moderiert wird. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 24. März, um 19 Uhr, im Tagungsraum 1 des Forums Vogelsang. Der Eintritt ist frei. Die Vogelsang-Gastronomie hat geöffnet.
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