Monschau - „Forum Eifel 2012”: Unternehmen gehen ungewöhnliche Wege

„Forum Eifel 2012”: Unternehmen gehen ungewöhnliche Wege

Von: ale
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Diskutierten auf dem Podium:
Diskutierten auf dem Podium: (v.l.n.r.) Ulrich Schirowski (Agit), Professor Christina Vaeßen, Daniela Jansen MdL, Christian Cremer (Firma Dürr), Margareta Ritter (Bürgermeisterin Monschau), Ralf W. Barkey (Handwerkskammer) und Moderator Robert Esser. Foto: A. Lauscher

Monschau. Das „Forum Eifel 2012”, das im Vorfeld des Monschauer Wirtschaftstages am Freitag im Himo (Innovationszentrum Monschau) stattfand, wurde zu einem Treffen von Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Zu aktuellen Themen wurde anschaulich informiert.

Die gut durchdachte Tagesordnung mutete den vielen Zuhörern keine langen Monologe zu, sondern es fand eine lebendige und informelle Diskussion statt. Dazu trug auch Moderator Robert Esser bei, gut vorbereitet und flexibel. Bürgermeisterin Margareta Ritter begrüßte die Runde der Experten; sie freute sich, dass dieses bewährte Forum erneut zustande gekommen sei. Zum Veranstaltungsort meinte sie: „Die Stadt Monschau lässt jährlich Geld ins Himo fließen; wir sind uns aber bewusst, dass hier Arbeitsplätze entstehen, hier finden zahlreiche Unternehmen gute Bedingungen für ihre Startphase.”

Björn Schmitz, der das Himo leitet, verwies darauf, dass dies die 13. Veranstaltung dieser Art sei und die hohe Zuschauerzahl beweise, dass man mit der Themenwahl den Nerv der Zeit getroffen habe. Als ein Beispiel für „innovative Talentsuche” stellten Stefan Kirch von der Firma Bauer und Kirch, Monschau, und Dr. Bernd Gotzen vom St. Michael-Gymnasium Monschau ihr Projekt „Company goes School” vor: Ein Kurs der Oberstufe möchte Software herstellen, und zwar eine „Schulbuch-Ausleih-Software”.

Stefan Kirch geht in die Schule, stellt sein Know How zur Verfügung und entdeckt auf diese Weise womöglich Talente, die er in seinem Betrieb brauchen könnte. Und die Schüler sind mit Begeisterung dabei, berichtet Dr. Gotzen: „Sie sind wissbegierig, sie erarbeiten ein Produkt und bekommen die Wertigkeit zu spüren. Und sie sehen, dass es hier bei uns Arbeitsplätze in dem Bereich gibt.”

Die Vorteile des dualen Studiums verdeutlichte Nathalie Malekzadeh. Es verbinde Praxis und Theorie perfekt, ist sie überzeugt. Die Firma Junker, Lammersdorf, bietet die Möglichkeit des dualen Studiums in den Fächern BWL und Elektrotechnik und hat damit durchweg gute Erfahrungen gemacht, so berichtete Frau Malekzadeh. „Unternehmen sehen hierin einen guten Weg, geeignete Fachkräfte zu finden. Voraussetzung ist ein Kooperationsvertrag des Unternehmens mit der Fachhochschule.” Christian Cremer von der Firma Dürr, Monschau, berichtete seinerseits von positiven Erfahrungen mit dem dualen Studium „Maschinenbau Plus”; nach dieser Ausbildung seien die Voraussetzungen gut, innerhalb des Dürr-Konzerns Karriere zu machen.

Professor Dr. Johannes Gartzen von der FH Aachen ergänzte die Ausführungen und warb für seine FH: „Wir haben hervorragende Leute, wir knüpfen Kontakte zur Industrie. Wir sind wissenschaftlich-praktisch orientiert und für den Mittelstand da.”

Familie und Beruf

Lebhaft wurde nach der Pause die Thematik „Vereinbarkeit von Familie und Beruf” diskutiert. Die Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit, Andrea Hilger, sieht in der Region „ein tolles Potenzial an Frauen”. Sie bot den Unternehmen ausdrücklich Beratung und Zusammenarbeit an, besonders zur Teilzeitausbildung, eine Chance für Mütter und Väter, die noch zu wenig bekannt und angenommen sei.

Margareta Ritter stellte den „Förderverein Ferienzeit Monschau” vor, der es sich zum Ziel gemacht habe, Kindern in den Ferien eine kostengünstige Betreuung anzubieten. „Von Anfang an war die Maßnahme immer ausgebucht”, berichtete sie und hob außerdem die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Jugendherberge Hargard hervor.

Nach einer angeregten Podiumsdiskussion wurde der Gedankenaustausch noch beim abschließenden Imbiss fortgesetzt.
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