Kalterherberg - Folienspezialist beteiligt sich an Beratungsprojekt: Materialverbrauch gesenkt

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Folienspezialist beteiligt sich an Beratungsprojekt: Materialverbrauch gesenkt

Von: P. St.
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Ein Kernstück der Firma mk-Plast in Kalterherberg ist die Blasfolienextrusionsanlage. Das Kerngeschäft des hier seit 1974 ansässigen Unternehmens ist die Herstellung und Weiterverarbeitung von Kunststoff-Folien. Foto: P. Stollenwerk

Kalterherberg. Über 20 Tonnen Kunststoff pro Tag verarbeitet das Unternehmen mk Plast GmbH & Co. KG täglich zu Kunststoff-Folien. Jetzt gelang es dem in Kalterherberg ansässigen Unternehmen mit Unterstützung der Effizienz-Agentur NRW im Rahmen eines Beratungsprojektes seinen Materialverbrauch zu senken und damit die Ressourceneffizienz zu verbessern. Hohe Materialeinsparungen sind die Folge.

Das Kerngeschäft der familiengeführten mk-Plast GmbH & Co. KG aus Kalterherberg ist die Herstellung und Weiterverarbeitung von Kunststoff-Folien sowie industrieller Verpackungen aus Polyethylen-Folie. Hierbei werden mit acht Produktionsmaschinen – sogenannten Blasfolienextrudern – und Konfektionierungslinien über 20 Tonnen Kunststoff pro Tag verarbeitet. Die Folien werden unter anderem als Beutel und Säcke in der Verpackungsindustrie genutzt, aber auch in der Medizintechnik. „Um unsere Prozesstransparenz zu erhöhen und die Ressourceneffizienz zu verbessern, nutzten wir im Rahmen einer Ressourceneffizienzberatung der Effizienz-Agentur NRW die Ressourcenkostenrechnung RKR“, erläutert Geschäftsführerin Ulrike Dickmann vom 1974 gegründeten Unternehmen, das rund 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Prozessanalyse habe gezeigt, dass die betriebliche Anbindung des Maschinenparks an die aktuellen Informationssysteme (MES, ERP und Monitoring) und deren Auswertungen nicht den gewachsenen Anforderungen an die Auftragskalkulation und -organisation entsprochen habe. „Im ersten Schritt der Beratung standen deshalb die Erfassung der anlagenspezifischen Steuerungssysteme und deren Anbindung an die Betriebsdatenerfassung im Vordergrund. Die gesammelten Daten bildeten die Voraussetzung, um das bestehende ERP-System mit den notwendigen betrieblichen Informationen zu versorgen“, erklärt Ressourceneffizienz-Berater Matthias Graf vom Regionalbüro Bergisches Land der Effizienz-Agentur NRW das Verfahren.

Die relevanten Prozessinformationen, unter anderem Druckluftdurchfluss, Schaltschranktemperatur, Vor- und Rücklauftemperatur des Kühlwassers, elektrische Gesamtleistung, Massedruck, Zylinder-, Umlenkstück- und Schmelztemperatur sowie Zugkraft und Massedurchsatz, seien zuerst an einem Pilotextruder erfasst, zentral in einer Datenbank gespeichert und zur Auswertung dem ERP-System zur Verfügung gestellt worden.

Auch Zeit eingespart

„Eine besondere Herausforderung bestand darin, die komplexe Datenvielfalt im Sinne eines effizienteren Ressourceneinsatzes zu interpretieren und technisch zu qualifizieren“, so Graf.

Ein weiteres Ziel des Beratungsprojekts war die Reduzierung nicht produktiver Rüst- und Nebenzeiten beim Auftragswechsel an den Blasfolienextrusionsanlagen. Mithilfe einer automatisierten Maschinendatenerfassung können heute Rüstzeiten, Auftragsbeginn und Auftragsabschluss genau definiert und hierbei entstandene Aufwendungen detailliert dokumentiert und ausgewertet werden. Die Rüstzeiten am Pilotextruder konnten durch diese Maßnahmen um circa 20 Stunden im Jahr reduziert werden.

Ausschuss minimiert

Damit einher ging eine Ausschussminimierung von jährlich circa vier Tonnen Granulat – bei einem Durchsatz von circa 200 Kilogramm pro Stunde. Gleichzeitig erhöhte sich die Produktivität des Gesamtprozesses. Auf alle acht Produktionsanlagen übertragen, werden zukünftig maximal 20 Tonnen Ausschuss pro Jahr eingespart. Durch operative Verbesserungen an der Kühlstrecke der Blasfolienextrusionsanlage erwartet das Unternehmen zudem eine weitere Reduzierung des Folienausschusses um 30 Tonnen pro Jahr. Insgesamt soll MK-Plast durch die effizientere Prozessdatenerfassung und -auswertung circa 50 Tonnen Polyethylen einsparen. Infolge der umgesetzten Maßnahmen erwartet das Unternehmen eine Kostenreduzierung in Höhe von 98.000 Euro jährlich.

Die Beratung durch die NRW-Agentur wurde anteilig im Rahmen des Beratungsprogramms „Ressourceneffizienz“ des NRW-Umweltministeriums gefördert.

Für Geschäftsführerin Ulrike Dickmann war die Teilnahme am Beratungsprojekt der NRW-Effizienz-Agentur auch ein wichtiger Schritt, „um unseren Unternehmensstandort in der Eifel zu stärken. Ansonsten haben wir keine Chance, um uns gegen Billiglohnländer durchzusetzen.“

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