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Förderschule Nordeifel: Elf mit verheißungsvollen Perspektiven

Von: M. S.
Letzte Aktualisierung:
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Abschied von der Förderschule Nordeifel mit „amtlichem“ Geleit aus den vier Trägerkommunen der Bildungseinrichtung: Elf jugendliche Nordeifeler gehen mit Abschlusszeugnissen und Optimismus auf den weiteren Lebensweg. Links Schulleiter Robert Knauff, hinten (3. von rechts) Klassenlehrer Nico Beyer. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. „Uns kann man nicht beschreiben – uns muss man erleben!“ Gesundes Selbstbewusstsein klingt aus der per Großleinwand verbreiteten Botschaft von Melanie, Lisa, Jessica, Kira, Denise, Anna, Ramona, Fabian, Thomas, Kevin und Alexander.

Und Optimismus dieser Jugendlichen ist durchaus angebracht, wie die Abschlussfeier der Jahrgangsabsolventen 2013 in ihrer Unterrichtsstätte an der Eicherscheider Bachstraße belegte.

Elf jugendliche Besucher/innen der Förderschule Nordeifel erhielten in der zum unterhaltsamen Theatersaal umgebauten Gymnastikhalle letztmalig ihre diesmal so enorm bedeutsamen Zeugnisse. Die Prüflinge wurden mit besten Wünschen für ihren künftigen Lebensweg von Schulleiter Robert Knauff und dessen Lehrerkollegium verabschiedet.

Beschäftigung oder Ausbildung

Die vier Jungen und sieben Mädchen haben allen Anlass, mit gutem Mut nach vorn und in die Zukunft zu blicken. Sie haben verheißungsvolle Perspektiven, wie Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns in einer Festansprache auf den Punkt brachte. „Fünf von Euch schafften sogar den Hauptschulabschluss. Aber alle finden gottlob Anschlussbeschäftigung, streben eine Berufsausbildung an oder besuchen weiterführende Lehranstalten.“

Hermanns („Die jungen Damen hier haben sich heute besonders schick gemacht“) sprach auch im Namen seiner Kollegen aus den übrigen Förderschul–Trägerkommunen, Hürtgenwalds Verwaltungschef Axel Buch, Roetgens Bürgermeister Manfred Eis, Hermann Mertens in Vertretung Monschaus Rat und Verwaltung. Hermanns ließ freilich keinen Zweifel daran, dass sich künftiger Erfolg – privat wie beruflich – nicht ohne Fleiß, Einsatzwillen und Lernbereitschaft zu erringen sein werde: „Bleibt am Ball, nützt eure Chancen konsequent!“ Dem Lehrerkollegium um Rektor Knauff, nicht zuletzt auch den Eltern der Entlassklässler, zollte Hermanns „Dank, weil sie ihren Kindern das Rüstzeug mitgaben, um im weiteren Leben zu bestehen“.

Simmeraths Schulausschuss-Vorsitzender Franz-Josef Hammelstein wünschte den Scheidenden Glück: „Das ist heute Euer Tag! Ihr habt dank Fleiß und Engagement das Pensum an diesem Institut erfolgreich abgeschlossen. Macht es nun im künftigen Leben wie es Euch auf dieser Schule glückte, plant zielstrebig und bewusst Schritt für Schritt eures Handelns. Ihr könnt etwas!“ Und mit einem Ausflug in die aktuelle Bildungspolitik beschloss Hammelstein sein Grußwort: „Diese Eicherscheider Förderschule ist ungeheuer wichtig und für unsere Region unersetzbar“. Die bewährte Nordeifeler Bildungseinrichtung sei, folgerte der Ausschuss-Sprecher, für 70 Schüler/innen genau so bedeutsam, ja unentbehrlich wie eine für die doppelte Anzahl Kinder ausgelegte Lehr– und Lernstätte.

Ein ökumenischer Gottesdienst eröffnete die Festfolge voran, eine bunte Programmfolge, bestritten von Förderschülern, schloss sich an. Die Messsfeier zelebrierten im Wechsel GdG–Gemeindereferent Sven Riehn und sein evangelischer Amtsbruder Volker Böhm. Sie gaben der Feierstunde musikalisch, mit Liedern, Fürbitten und Gebeten das Gepräge.

Böhm und Riehn anerkannten, das Motto der nun einen gravierenden Abschnitt ihres jungen Lebens beendenden Jugendlichen sei vollauf berechtigt: „Ihr seid in der Tat Individualisten, unverwechselbare Unikate. Gott erschuf euch, rief euch beim Namen, und keiner der Benannten ist dem anderen gleich! Gott liebt euch lebenslang. Deshalb seid ihr zu Recht in Feierlaune. Ein gut Stück Weges liegt nun hinter euch, weitere Abschnitte noch voraus. Was wird der künftige Lebensweg bringen? Das ist eine spannende Frage, Neugier ist gestattet, gute Ideen sind erwünscht!“

Durch Handauflegen spendeten die Geistlichen den auf einen neuen Lebensabschnitt geleiteten Kandidaten göttlichen Segen.

Lieder, Märchen, Zeugnisse

Ein lustig-originelles Theaterstück zu „Dingen, die man in der Schule selten sieht“ – von den Abschlussschülern selbst inszeniert –, ein Lied der Unterstufe, das beliebte Quiz „Wer wird Millionär“, eine Rap-Einlage, eine Diashow von Klassenlehrer Nico Beyer, der Austausch persönlicher Geschenke und Erinnerungsgaben, die etwas andere, heitere Version vom „krass-bösen Wolf“ als in Grimms Märchen sowie die sehnlichst erwartete Zeugnisübergabe krönten einen gehaltvollen und letzten Schultag im Leben elf junger Nordeifeler Förderschüler mit Blick nach vorn.

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