Flötenorchester entführt in neue Klangwelten

Von: ale
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Bernd Wysk und das Straucher Flötenorchester boten, teils vom Kirchenchor (im Hintergrund) unterstützt, in der Straucher Pfarrkirche ein Konzert der Extraklasse. Foto: Anneliese Lauscher

Strauch. Sie haben sich klanglich verändert, sie haben eine unglaubliche Entwicklung durchlaufen, ihr Können und ihr Repertoire erweitert: die Aktiven des Trommler- und Pfeiferkorps Strauch. Als Ergebnis einer halbjährigen Projektarbeit präsentierten sie am Sonntag ein Konzert voller Höhepunkte.

Christof Breuer, der Vorsitzende des Trommler- und Pfeiferkorps, begrüßte erfreut die vielen Gäste, die den Kirchenraum der Pfarrkirche St. Matthias füllten; auch dem Kirchenchor Strauch, der beim Konzert mitwirkte, galt sein Willkommensgruß. Er berichtete kurz von der Projektarbeit mit dem bekannten Flötisten Bernd Wysk, der im letzten halben Jahr regelmäßig aus St. Augustin nach Strauch gekommen ist, um gemeinsam mit den Aktiven eine Veränderung zu bewirken.

Bernd Wysk sagte, dass die Zusammenarbeit ihm große Freude bereitete habe; er wolle demonstrieren, „was man alles mit einem Flötenorchester machen kann“. Dazu brachte er zunächst ein kleines Beispiel und ließ die Flöten in ihren verschiedenen Klangfarben ertönen. Was dann folgte, war eine Demonstration von musikalischem Können und von begeisterndem Spiel und – eine Entführung in neue Klangwelten. Schon im getragenen, feierlichen „Adagio“ fielen die dunkleren Töne auf; vor dem Lied „Jesu, Tender Shepherd“ wies dann Bernd Wysk darauf hin, dass man im Instrumentarium „aufgerüstet“ habe: Eine Alt- und eine Bassflöte runden nun den Klang ab. Mit gefälligem Rhythmus kam „Nessaja“ aus Peter Maffays „Tabaluga“ daher, das Schlagzeug mischte hier meisterlich mit; starker Applaus bewies den Musikern, wie sehr das Stück gefallen hatte. „Heartstrings“, eine ganz besondere Ballade, forderte höchste Konzentration der Aktiven; es gelang ein konzertanter Vortrag in wunderschöner Harmonie. Im Schlagwerk entwickelte sich zwischen Triangel und großer Trommel, zwischen Marimbaphon und Glockenspiel eine spannende Dynamik.

„You raise me up”, damit verbanden die Spieler eine Überraschung für Peter Greuel: Sie widmeten ihm das Lied in Anerkennung seiner unendlich vielen Verdienste um den Ort Strauch. Der wundervollen Einleitung (am Klavier Petra Stollenwerk) folgte ein weicher Einsatz der Flöten, schmeichelnd, gefühlvoll.

Auch der Kirchenchor Strauch erfüllte seine Aufgabe mit Bravour: Dreistimmig ließ er ein Herbstlied, „Adeste fideles“ und einen „Christmas Calypso“ erklingen. Starke Sopranstimmen forderten auf „Sing Halleluja“, frisch, laut, kräftig und ein bisschen karibisch tönte die frohe weihnachtliche Weise. Mit viel Beifall bedankten sich die Zuhörer beim Chor und seinem Leiter Klaus Dederichs.

Und weiter überraschten die Trommler und Pfeifer mit ihrem Können: Die zarte Melodie „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ wurde einfühlsam vom Klavier untermalt. In „A whole new world“ aus Aladdin wähnte man sich auf dem fliegenden Teppich, die Percussion harmonierte perfekt mit den Flöten. Für „Baba Yetu“, ein afrikanisches Lied (mit dem Text des Vater unser in Swahili), griff André Löhrer zum Dirigentenstab, denn Bernd Wysk spielte mit, um die afrikanisch anmutenden Flötentöne ganz zur Geltung zu bringen. Zum Schluss standen die Musikfreunde auf, um langanhaltenden Applaus zu spenden. „Warum ich das mache?“ fragte Bernd Wysk und gab gleich die Antwort: „Weil ich finde, dass in der Laienmusik so viele Talente sind, die, wenn sie gefördert werden, die doppelte Leistung bringen – und doppelt so viel Freude am Spiel haben.“ Dem widersprach niemand.

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