Flaschen sollen auf öffentlichen Plätzen verschwinden

Von: P. St.
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Die Verschmutzungen auf öffentlichen Plätzen in Simmerath, wie hier am Musikpavillon, sind zwar nicht extrem, aber mit einem Alkohol- und Glasverbot will die Gemeinde auf Bürgerbeschwerden Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Die augenblicklichen Juli-Temperaturen ziehen die Menschen hinaus ins Freie - und dort wird auch gerne gefeiert. Während normalerweise die Menschen nach der Feier Flaschen und Gläser von ihrer Terrasse räumen, sieht das Bild auf öffentlichen Plätzen manchmal etwas wüster aus.

So auch in Simmerath. Der Bushof, die Grünfläche am Johanneskapellchen und der nur noch selten für seinen ursprünglichen Zweck genutzte Musikpavillon sind an schöner Sommerabenden ein beliebter Aufenthaltsort. Am Morgen danach finden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dann häufig das gleiche Bild vor. Leere Flaschen und auch Scherben liegen hier und müssen entsorgt werden.

Auch die Nachbarn fühlen sich belästigt und baten daher die Gemeinde um Abhilfe. In der zurückliegenden Ratssitzung berichtete jetzt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns über die Beschwerden durch „Störenfriede und alkoholisierte Personen.” Daraufhin habe sich das Ordnungsamt mit der Polizei in Verbindung gesetzt.

Inzwischen liegt der Gemeinde ein Schreiben des Simmerather Bezirksbeamten vor, worin dieser den Vorschlag macht, ein generelles Alkohol- und Glasverbot auf öffentlichen Plätzen in der Gemeinde Simmerath auszusprechen. Nach der Sommerpause, so lautete der Vorschlag der Verwaltung, soll der Gemeinderat eine entsprechenden Änderung der Satzung beschließen. Sogleich kam in der Sitzung dann die Sorge auf, dass von einer solchen Regelung auch zahlreiche andere Veranstaltungen, angefangen vom Rurseefest bis hin zum Simmerather Markt betroffen wären. Für diese und auch andere Feste, die ja ohnehin genehmigt werden müssten, könnten jederzeit eine Ausnahmegenehmigung erteilt, hieß es von Seiten der Verwaltung. Grundsätzlich verfüge die Behörde derzeit über keine rechtliche Handhabe, um den Aufenthalt oder Alkoholgenuss auf öffentlichen Plätzen zu verbieten.

Eine veränderte Satzung dagegen biete die Möglichkeit, bei Missachtung einen Platzverweis auszusprechen, erläuterte Ordnungsamtsleiter Bruno Wilden auf Nachfrage. Dass Bürger sich ärgerten, könne er gut nachvollziehen: „Das Verhalten von bestimmten Leuten wirkt für die Öffentlichkeit provozierend.” Doch das Ordnungsamt verfüge nicht über ausreichend Personal, um ständig tätig zu werden.
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