Steckenborn - Fischerverein Nordeifel: Waschbär könnte für einen Ausgleich sorgen

Fischerverein Nordeifel: Waschbär könnte für einen Ausgleich sorgen

Von: ale
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Treue Petrijünger wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet, vorne rechts der Vorsitzende des Fischereivereins Nordeifel, Klemens Reimann. Foto: Anneliese Lauscher

Steckenborn. Die Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Nordeifel war in diesem Jahr nicht so stark besucht wie in der Vergangenheit; im Saal Stollenwerk blieben einige Plätze leer.

Der Vorsitzende, Klemens Reimann, begrüßte die Mitglieder, und Bruno Wilden trug den Geschäftsbericht vor. Er nannte zunächst Mitgliederzahlen: Die Gesamtzahl ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen, nämlich von 717 auf 709. Die stärksten Untergruppen gibt es in Gemünd (einmal mit 77 und einmal mit 84 Mitgliedern) und in Kalterherberg, hier zählt man 81 Mitglieder. Als erfreulich hob Bruno Wilden hervor, dass der Verein 55 Jugendliche in seinen Reihen habe, dies seien fast 8 Prozent. In diesem Zusammenhang lobte er das Engagement des Jugendwartes, Axel Hickertz, und auch der Untergruppen, die sich für die jugendlichen Angler gemeinsame Aktionen ausdenken, die Spaß machen.

Mit Erleichterung haben die Fischer zur Kenntnis genommen, dass das Pumpspeicherkraftwerk Rursee zunächst vom Tisch ist, so führte Bruno Wilden aus; jedoch drohe erneut Ungemach aus Düsseldorf: „Unsere Landesregierung will im Zuge der Fortschreibung des Landes-Entwicklungsplanes alle Talsperren in NRW zu potenziellen Bestandteilen von Pumpspeicher-Kraftwerken erklären. Zögern Sie nicht“, forderte Wilden die Angler auf, „Ihre Unterstützungsunterschrift zu leisten, wenn Sie irgendwo zu einem Protest gegen den LEP-Entwurf gefragt werden!“

Walter Sollbach, der Verbandsvorsitzende, erläuterte einige gesetzliche Neuerungen, beispielsweise dürfen nun auch Kinder unter zehn Jahren angeln; das Betäuben und Töten sei allerdings denjenigen vorbehalten die die Fischerprüfung abgelegt haben.

Erfreulich nannte er die Entwicklung der Felchen im Rursee: „Wir führen seit fünfzehn Jahren keinen Besatz mit Felchen durch, es hat sich selbstständig eine Population gebildet. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass man die jetzt erhalten und pflegen will. Es gibt sehr eingeschränkte Fangquoten.“ Dem stimmte Klemens Reimann zu: „Meine Kinder sollen auch in einigen Jahren noch Fische fangen“, warb auch er um die Einhaltung der Fangquoten.

Keine Jahreshauptversammlung ohne Kormoran! Ob er es ganz ernst meinte, das ließ Walter Sollbach offen, jedenfalls berichtete er von verblüffenden Aktionen: Der Waschbär sei hinter den Eiern der Kormorane her und könne „für Ausgleich sorgen“. Die „Laichbürsten“ an einigen Stegen haben sich bewährt, erfuhr man von Bruno Wilden. Schwimmende Inseln als Laichhilfen seien im Rursee geplant, und zwar in der Eschbachbucht; hierzu gebe es einen Landeszuschuss.

Zum Christi-Himmelfahrts-Angeln, das wieder in Rurberg stattfinden wird, bat der Sportwart, Stefan Fuchs, um Anmeldung. Er hofft, dass diese Traditionsveranstaltung wieder dank der Unterstützung der Helfer harmonisch gelingen wird.

Mit silbernen und goldenen Nadeln sollten etliche langjährige Mitglieder geehrt werden, nicht alle waren anwesend. Seit 25 Jahren sind im Fischereiverein: Oswald Klee, Josef Steffens, Werner Strauch, Alexander Müller, Manfred Söns, Klaus Pfeifer, Elmar Gerards und Christoph Mertens.

Schon 40 Jahre halten ihm folgende Mitglieder die Treue: Wilfried Cüppers, Günther Groß, Günter Jöpen, Heinz-Friedrich Meyer, Ernst Peters, Franz-Josef Schäfer, Helmut Scheufen, Wilhelm Lynen, Jürgen Ehrhardt, Hartmut Wiegmann, Erhard Knies, Klemens Reimann, Ingolf Weims.

Und für 50-jährige Zugehörigkeit wurden Peter Johnen, Hans-Ulrich Korpys, Peter Pelzer, Helmut Knies und Hans Krämer ausgezeichnet.

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