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Firma C.A. Picard: Weltweit verteilt und eins in Imgenbroich

Von: Carmen Krämer
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Zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier der Picard-Werke Remscheid und Imgenbroich kam auch Bürgermeisterin Margareta Ritter. Mit den Geschäftsführern Josef Posniak (vorne rechts) und Udo G. H. Pfeiffer (Mitte links), dem Imgenbroicher Betriebsleiter Franz Müller (hinten rechts) sowie Angehörigen der Gründerfamilie Picard wurde über „alte Zeiten” und Zukunftspläne gesprochen. Foto: Carmen Krämer

Imgenbroich. Joghurtbecher, Motorboote und Plastikflaschen werden aus Kunststoff hergestellt, das ist wohl bekannt. Wie die Kunststoffe, die es in den verschiedensten Größen und Stärken gibt, produziert werden, ist hingegen weniger weit verbreitet. Eine Firma in Imgenbroich weiß aber genau, welches Gerät dabei nicht fehlen darf.

C.A. Picard stellt Teile für Maschinen her, die verschiedene Stoffe zur Kunststoffproduktion und auch im Lebensmittelbereich miteinander vermischen und ist damit Teil einer unvorstellbar großen Produktionskette. Denn wer hätte gedacht, dass auch das Unternehmen aus Imgenbroich an der Produktion des Joghurtbechers beteiligt ist, den man in der Mittagspause auslöffelt?

„In den Siebzigern platzte das Mutterwerk in Remscheid aus allen Nähten”, erklärt der Imgenbroicher Betriebsleiter Franz Müller. Im Jahr 1972 wurde aus diesem Grund das Werk in Imgenbroich eröffnet, in dem zunächst 20 Angestellte Arbeit fanden.

Marlies Picard, deren Schwiegervater Walter Picard der Begründer des Imgenbroicher Werks war, erinnert sich noch genau daran, wie sie die Grundstücke in der heutigen Hans-Georg-Weiss-Straße (damals noch Industriestraße) anschauten: „Hier war absolut nichts. Nur in Roetgen gab es ein Haus auf dem das Schild ,Bäckerei stand, wo wir tatsächlich einmal Brötchen kaufen wollten. Dort angekommen, wurden wir aber enttäuscht, weil es dort wohl schon lange keine Bäckerei mehr gab. Seitdem habe ich immer auf dieses Haus geguckt, auf dem das Schild bis vor zwei Jahren immer noch hing, aber jetzt wurde es in ,DRK geändert”.

In der Zwischenzeit hat die Familie die Geschäftsleitung in der vierten Generation abgegeben und das Imgenbroicher Werk mit den oben genannten gehärteten und hochverschleißfesten Edelstählen sein eigenes Produkt entwickelt. In der ersten Zeit nach Eröffnung des Werks wurden hier noch Pressen für den Kalksandsteinbau hergestellt, bevor auf die Lebensmittel- und Kunststoffindustrie umgesattelt wurde. „Nach der Ölkrise musste in Imgenbroich ein eigenes Produkt hergestellt werden, damit das Werk aufrechterhalten werden konnte”, erklärt Franz Müller die Änderung. „Dabei zählt für uns die Philosophie: Lass andere Maschinen bauen, wir bauen die Teile, die verschleißen.”

Das Werk in Imgenbroich ist eines von insgesamt sechs Werken des Unternehmens, die auf der ganzen Welt - unter anderem in China und in den USA - verteilt sind. Und das Imgenbroicher Werk mit seinen derzeit 55 Mitarbeitern ist sehr erfolgreich: „Wir haben im Moment so viele Aufträge, dass wir nicht wissen, wie wir sie abarbeiten sollen und auch nicht, wie ursprünglich geplant, zwischen den Feiertagen schließen können,” betont Franz Müller.

Dies war jedoch nicht immer so, denn in Zeiten der Wirtschaftskrise musste auch C.A.Picard auf Kurzarbeit umstellen. „Jetzt haben wir aber übervolle Auftragsbücher und sind sehr zufrieden damit”, betont Betriebsleiter Müller weiter. Aus diesem Grund können auch in jedem Jahr zwei Lehrlinge in Imgenbroich ausgebildet werden. Derzeit werden also sechs Auszubildende im Imgenbroicher Werk beschäftigt.

Auf der Weihnachtsfeier, die man am Freitag gemeinsam mit dem Remscheider Mutterwerk in Imgenbroich feierte, konnten sich die Mitarbeiter aus den beiden deutschen Standorten nun zum dritten Mal näher kommen und ihre Erfahrungen austauschen. Hierzu war auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter eingeladen, die sich ebenfalls erfreut über den Erfolg der einheimischen Firma zeigt: „Wir sind froh, dass das Unternehmen ein Traditionsunternehmen mit dem Standort Monschau ist.”
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