Simmerath - Feuerwehr Simmerath: Jugend ist auf dem Rückzug

Feuerwehr Simmerath: Jugend ist auf dem Rückzug

Von: M. S.
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Mit Ehrungen verdienter Mitglieder, Beförderungen und Zeugnisausgabe zu bestandenen Lehrgängen fand das Stiftungsfest der Simmerather Feuerwehr seinen Höhepunkt. Vordere Reihe, zweiter von rechts: Rudolf Peters, der seit 70 Jahren Mitglied der Löschgruppe ist. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. Mit einem Festhochamt für die Lebenden und Verstorbenen der Feuerwehr Simmerath wurden die Feierlichkeiten zum 88. Stiftungsfest in der Pfarrkirche Sankt Johannes fortgesetzt. Eine Kranzniederlegung am Ehrenmal, begleitet von den Klängen des Spielmannszuges der Feuerwehr, schloss sich an.

Dieser Zeremonie folgte ein gemeinsamer Frühschoppen im Saal Wilden. In dessen Verlauf galt es für Werner Graff, Löschgruppenführer und Fördervereins-Vorsitzender, langjährig aktive Löschgruppen-Mitglieder und Förderer zu ehren und neue Ehrenmitglieder zu ernennen, Beförderungen zu höheren Dienstgraden auszusprechen, zu bestandenen Lehrgängen und Weiterbildungsmaßnahmen zu gratulieren und an die erfolgreichen Absolventen entsprechende Zeugnisse zu verteilen.

In Anwesenheit des Simmerather Ortsvorstehers Andreas Hermanns und des Ortskartellvorsitzenden Erwin Finken eröffnete Erich Heinen, Leiter der Ehrenabteilung, die Reihe informativer Jahresrückblicke und Tätigkeitsberichte. Kegelnachmittage, Ausflüge per Pkw oder Bus, Kameradschaftstreffen und Weiterbildungsangebote bestimmten das Jahr 2008.

Jugendfeuerwehrwart Achim Finken hatte nach solch positiver Schilderung seines Vorredners weit weniger gute Nachrichten für seine Zuhörer parat. Die Jugendfeuerwehr Simmerath-Mitte besteht demnach momentan nur noch aus sieben Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren; vier von ihnen werden zudem zum Kummer ihrer Ausbilder die Truppe noch in diesem Jahr verlassen. „Neue Mitglieder werden dringend gesucht, um den Fortbestand unserer Löschgruppe für die Zukunft zu sichern”, appellierte Finken an seine Zuhörer wie die Öffentlichkeit.

Er verwies auf im Berichtszeitraum geleistete 21 Stunden allgemeine Jugendarbeit sowie auf 14 Stunden Theorie und Praxis in technischer Unterweisung und Sachkunde. Finken freute sich, im Zuge der nun anstehenden Ehrungen und Auszeichnungen mit Timo Wilden aus Simmerath und dem Eicherscheider Manuel Nießen zwei Kameraden nach Vollendung ihres 18. Lebensjahres in die aktive Abteilung zu überstellen. Auch Volker Wilden und Alexander Oepen seien akute Kandidaten für die Ü18-Truppe.

Um der Personalnot im Nachwuchsbereich entgegenzuwirken, stellte Finken ein ansprechend gestaltetes Faltblatt vor, mit dem für den Beitritt der Jugend in die Wehr kräftig geworben wird.

Löschgruppenführer Werner Graff betonte, die derzeit 27 Aktiven seien 2008 „an 365 Tagen rund um die Uhr für die Bevölkerung dienstbereit” gewesen.

Der Förderverein der Simmerather Löschgruppe bestehe aus 300 Gönnern. 2008 mussten, listete Graff auf, seine Kameraden zu 40 Einsätzen ausrücken, 15 Mal weniger als noch 2007. Achtmal galt der Einsatz der Brandbekämpfung, aber auch Stürme, Verkehrsunfälle und Wasserschäden fehlten nicht. Zum Glück, hob Graff hervor, wurden keine böswilligen Alarmmeldungen registriert. Alles in allem kamen 283 Einsatzstunden zustande.

Theoretische Unterrichtseinheiten, Aus- und Weiterbildung kosteten die Wehrleute, konstatierte Graff, zum Wohle der Allgemeinheit rund 900 Freizeitstunden.

Mit Dank für die geleistete Arbeit überstellte der Löschgruppenführer Helmut Drehsen in die Ehrenabteilung und anerkannte das Engagement seiner stellvertretenden Löschgruppenleiter Josef Braun und Herbert Pelzer.

Korpsführer Sascha Hermanns trug den Jahresbericht des Feuerwehr-Spielmannszuges vor. Dessen Kader umfasst demnach augenblicklich 45 Spielleute. 13 Kinder befinden sich in der Ausbildung, 28 Jugendliche unter 20 Jahren zählt die Formation. Sie absolvierte 2008 insgesamt 27 Auftritte und 45 Proben, „so viele wie nie zuvor in unserer Geschichte” (Sascha Hermanns). Der Korpsführer würdigte abschließend die hervorragende Kameradschaft im Verein.

Einen gebührenden Abschluss fand das Stiftungsfest mit einem Besuch der Sternsinger, die singend mit ihrer frohen Botschaft in den Saal zogen.
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