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Feuer mit vereinten Kräften bekämpft

Von: fm
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Wasserübergabe im Grünental: Nach schweißtreibender Arbeit hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW in kurzer Zeit im Grünental die Übergabestelle für das Löschwasser eingerichtet. Foto: Franz Mertens

Monschau. Die Feuerwehren der Stadt Monschau und der Gemeinde Simmerath übten am Freitagabend zum ersten Mal gemeinsam die Bekämpfung eines Waldbrandes. Der Brandherd lag zwischen Imgenbroich und Eicherscheid im Belgenbachtal.

Dabei ging es nicht allein um die Koordination der einzelnen Löschgruppen in einem Einsatzbereich im Grenzgebiet beider Kommunen. Auch Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und des Technischen Hilfswerkes mit dem technischen Zug aus Lammersdorf und auch Polizeikräfte waren am Einsatz beteiligt.

Neben zahlreichen Fachkräften der Feurwehr und der beteiligten Hilfsorganisationen verfolgten auch die Leiter der Ordnungsämter aus beiden Kommunen aufmerksam das Geschehen am Bereitstellungsraum und in den Einsatzgebieten.

Unwegsames Einsatzgebiet

Nach der Alarmierung sammelten sich die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen am gemeinsamen Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppen Konzen und Imgenbroich am Handwerkerzentrum. Neben den Einsatzfahrzeugen hatten ein ABC-Erkunder und ein Einsatzleitwagen zwei (ELW 2) Stellung bezogen. Einsatzleiter Helmut Prickartz von der Feuerwehr Simmerath schickte von hier aus die zahlreichen Hilfskräfte in ihre Einsatzgebiete rund um den Brandherd im Waldgebiet an der Belgenbacher Mühle. Der Brandherd entwickelte sich von dort aus in Richtung Eicherscheid und Imgenbroich. Das Einsatzgelände war für die schweren Fahrzeuge nicht leicht zu erreichen. Deshalb mussten die Einsatzstellen aus unterschiedlichen Richtungen über Eicherscheid oder das Rurtal angefahren werden. Nur wenige Einheiten blieben vor Ort, um den Grundschutz für Simmerath und Monschau während der Übung zu gewährleisten.

Wasser für den Löscheinsatz

Die genaue Aufgabenstellung erläuterten vor dem Abrücken Falk Claßen und Christian Förster gemeinsam mit Pressesprecher Sander Lutterbach. Für die Hilfsorganisationen erläuterten Sven Kämmerling und Martin Schröder ihre Aufgabenbereiche bei der Übung. Die Kräfte im Einsatzabschnitt Imgenbroich kümmerten sich um die Wasserversorgung der Löschgruppen aus offenem Gewässer. Die Löschwasserversorgung aus der Rur besorgte die THW-Gruppe aus Lammersdorf. Sie legte eine Schlauchleitung von der Brücke Grünental bis zum 200 Meter entfernten Holzrückeweg an der K 21. Dabei war ein beachtlicher Höhenunterschied zu bewältigen. Am Holzrückeweg übernahm die Feuerwehr über ein Auffangbecken das Wasser für die Löscharbeiten im angrenzenden Waldgebiet. In einem weiteren Einsatzabschnitt in Eicherscheid baute die Feuerwehr ausschließlich mit eigenen Kräften eine Leitung zu den Brandherden im Belgenbachtal auf. In Eicherscheid entnahmen sie aus Hydranten Löschwasser und brachten es mit vier Fahrzeugen im Pendelbetrieb an die Einsatzstellen.

Weil auf den schmalen Wegen zu den brennenden Waldgebieten ein Begegnungsverkehr nicht möglich war, hatten die Verantwortlichen für den Wassertransport einen Kreisverkehr eingerichtet. Aus dem Eicherscheider Einsatzgebiet erfolgte auch die Menschenrettung. Weil zunächst unklar war, in welcher Gefahr sich Menschen befanden, war auch die Notfallseelsorge mit vor Ort in Bereitstellung.

150 Kräfte mit 39 Fahrzeugen

In etwa zwei Stunden Einsatzzeit waren die Übungsziele erreicht. Nach der Rückkehr zum Einsatzleitwagen am Handwerkerzentrum zogen Falk Claßen und Christian Förster ein erstes Fazit zum Übungsverlauf. Es waren insgesamt 150 Kräfte mit 39 Fahrzeugen im Einsatz. Trotz schwierigen Gelände und langen Anfahrtswegen war die Einsatzleitung mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Was in der Zusammenarbeit noch zu verbessern ist, wird die spätere Auswertung der Dokumentation zur Übung zeigen.

Claßen und Förster dankten allen Beteiligten für ihren Einsatz und luden zu einer kleinen Abschlussfeier nach Eicherscheid ein. Für die beiden Bürgermeister dankte Bernd Goffart allen Beteiligten für ihren Einsatz an diesem Abend. Ihm sei im Laufe der Übung erst bewusst geworden, welch hohe logistische Anforderungen eine solche gemeinsame Übung mit sich bringe. Sie sei ein gutes Beispiel dafür, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Eifelgemeinden für beide Seiten Vorteile bringe.

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