Fest für Naturfreunde und Jäger erstmals vor Erlebnismuseum am Burgau

Von: Celine Jahns
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Vogelshow, Bläsertrupp und Kinderjägerprüfung: Ein breites Programm wurde den Besuchern beim 14. Halali geboten, das in diesem Jahr erstmals am Erlebnismuseum Natur in Monschau stattfand. Foto: Celine Jahns

Monschau. Der Duft von Wildgulasch und Glühwein zog über den Platz vor dem Erlebnismuseum Natur am Handwerkermarkt in Monschau, auf dem das Halali am vergangenen Samstag und Sonntag stattfand, das Fest für Naturfreunde und Jäger.

Bereits zum 14. Mal, doch in diesem Jahr erstmalig organisiert von der Kreisjägerschaft Aachen, spielte sich der Großteil des umfassenden Programms direkt vor dem Erlebnismuseum am Burgau ab und nicht, wie in den vergangenen Jahren auf dem Monschauer Marktplatz.

Der Bläsertrupp der Kreisjägerschaft eröffnete die Veranstaltung am Samstagnachmittag, gefolgt von herzlichen Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, Günter Plum. Das kalt-windige Wetter wurde durch die gute Laune und das große Interesse der Besucher mehr als ausgeglichen.

Moderator Franz-Peter Müsch interviewte den Inhaber der „rollenden Waldschule“ Hermann Carls über die Unterbringung vieler seiner Exponate im Erlebnismuseum, das dadurch um einige interessante Ausstellungsstücke bereichert wurde und nun von einer großen Artenvielfalt profitieren kann. Vom einheimischen Luchs und der Wildkatze über die unterschiedlichsten Arten von Vögeln, Nagern und Wild gibt es viel zu entdecken.

Tastkästen sollen die kleinen Besucher zum Ausprobieren animieren. Ohne den Inhalt zu sehen, sollen sie hinein fassen und erraten, was sich darin befindet. Dabei müssen sie besondere Vorsicht bei einem präpariertem Igel walten lassen, da dieser schon erstaunlich stachelig ist und fies piekt, wenn man zu stürmisch hinein greift. Auch Dachsen und Füchsen können die Kleinen in die Glasaugen gucken und sie streicheln.

Im Obergeschoss begrüßt ein lebensgroßer Wolf die Besucher, die die dort mumifizierten Katzen und in Alkohol eingelegten Embryonen von Rehen und Frischlingen bestaunen können. Auch eine beachtliche Anzahl von Geweihen befindet sich dort.

Ein ganz besonderer Teil der Ausstellung ist die „Afrika-Ecke“, in der man zwar weniger heimische Tiere betrachten kann, aber dafür einen präparierten Löwen, einen Alligator, sowie die obere Hälfte einer Giraffe, einen Kaffernbüffel und einige Antilopenarten mit Hörnern in beeindruckender Größe.

Ebenfalls als Attraktion galt die Vogelshow der Falkner Sascha Ehrt und Alexander und Simon Scherb aus Baesweiler, die mit vier Tieren nach Monschau kamen: dem sibirischen Uhu Titus, im Alter von sechs Monaten schon vier Kilo schwer, einem energischen grauen Sakerfalken, einem Rotschwanzbussard, der unter anderem auch Jagd auf Klapperschlangen macht, sowie auch dem eigensinnigen Harrishawk, der auch als Wüstenbussard bekannt ist und am Samstag keinen Hunger hatte.

Falkner Alexander Scherb konnte noch so sehr mit der frischen Taubenbrust locken, hoch auf einem Baum am Handwerkermarkt saß es sich gut, während alle Besucher aus der Ferne den eigensinnigen Charakter des Tieres bestaunten. „Greifvögel sind nun mal charakterstarke Tiere mit einem festen Willen. Wenn er keine Lust hat, dann sitzt er jetzt noch ein bisschen da oben und schaut seinen gefiederten Kollegen zu, irgendwann kommt er auch wieder runter“, erzählte Alexander Scherb. „Ich kenne ja meine Pappenheimer.“

Die zuschauenden Kinder waren besonders von dem großen Uhu fasziniert, der sie aus kürbisfarbenen Augen anstarrte und hin und wieder leise krächzte, was die Kleinen mit großer Freude nachzuahmen versuchten. Direkt nebenan konnte man soeben bewunderten Greifvögeln fotografieren lassen, wobei die Aachener Profifotografen die Einnahmen an das Erlebnismuseum Natur spendeten.

Motorsägenkünstler Jürgen Knop arbeitete währenddessen an einer lebensgroßen Wildsau, die er eigenhändig mit einer Motorsäge aus einem Baumstamm schnitzte. Sie wird voraussichtlich vor dem Museum stehen bleiben.

Der Sonntag begann um 10 Uhr mit der traditionellen Hubertusmesse, darauf folgte die Tiersegnung, bei der jedes Tier, ob Hund oder Pferd, wie im letzten Jahr, von Pfarrer Stoffels gesegnet wurde. Über den Nachmittag fand weiteres Programm statt. Von einer zweiten Flugshow und einem erneuten Auftritt der Bläser bis hin zum Hirschruf-Wettbewerb hatten die Besucher des Halali genug Gelegenheit, sich zu amüsieren und Wissenswertes im Erlebnismuseum Natur zu entdecken.

Der Nachmittag endete mit der Preisverleihung der Kinderjägerprüfung und einem leckeren heißen Apfelsaft für die Kleinen oder einem Glühwein für die Größeren. Dazu ließ man sich gebratene Apfelringe, Wildgulasch oder geräucherte Forelle schmecken.

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