Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

FDP sieht „Privatkrieg” um Bebauung in Einruhr

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
Baufibel / Einruhr
Der ältere Teil von Einruhr weist durchaus noch dörflichen Charakter auf, am Ortsrand hingegen werden die baulichen Dimensionen größer. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Die geltende Veränderungssperre in Einruhr als Regulierungs-Instrument für eine möglichst dorftypische Bebauung ist aus Sicht der Simmerather FDP eine „überzogene Maßnahme.”

Wie Fraktionssprecher Hermann-Josef Bongrad in einem Positionspapier im Vorfeld der Kommunalwahl erläutert, werde offenbar im Dorf am Obersee ein „Privatkrieg” geführt. Er können keine Notwendigkeit erkennen, ausgerechnet den Bereich Hostertberg vor baulichen Extravaganzen zu schützen. Bongrad: „Eine Veränderungssperre hätte allenfalls in der Rurstraße Sinn gemacht.

Begrüßt wird dagegen von der FDP die Aufhebung der Bebauungspläne im Kranzbruch (Simmerath) und im Kämpchen (Lammersdorf). Dies sei der richtige Weg für mehr Gestaltungsfreiheit der Bürger.

Die Liberalen hoffen, dass das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket auch in der Gemeinde Simmerath Effektivität zeigt. Vor allem über den Weg einer beschränkten Ausschreibung könne man über das Konjunkturprogramm die heimische Wirtschaft stärken. Als Beispiele sieht Hermann-Josef Bongard die energetische Sanierung der Hauptschule und die Sanierung des Kindergartens Strauch.

Die Umsetzung der neuen Mitte Woffelsbach ist für FDP ein Thema mit hoher Priorität. Dieses Projekt sei wegen der touristischen Aufwertung des Ortes unbedingt erforderlich. Woffelsbach benötige einen zentralen und öffentlichen Zugang zum Seeufer über den Gemeindecampingplatz. Dass dies mit Einschränkungen für die Camper verbunden sei, sei unvermeidlich; diese wolle man aber keinesfalls aus dem Ort drängen. Die vorab geäußerte Kritik an einem Jugenddorf am Seeufer kann Hermann-Josef Bongard nicht nachvollziehen. Der Erfolg eines solchen Projektes hänge vor allem davon ab, wie es betrieben werde.

Das so genannte „Karemann-Karree” in Simmerath wird von der FDP ausdrücklich favorisisiert: „Arbeitsplätze sind wichtiger als Parkplätze”, sagt Hermann-Josef Bongard. Neue Geschäfte würden auch neue Kunden und zusätzliche Kaufkraft nach Simmerath bringen und die „prächtige Entwicklung des Ortes” fortsetzen. Mit Blick auf die Kindergärten ist es das Ziel der FDP, die Beiträge zu senken; insbesondere die beiden letzten Kindergartenjahre sollten beitragsfrei sein. Eine solche Maßnahme würde man einem Grundstücksrabatt für bauwillige, kinderreiche Familien vorziehen.

Die Müllentsorgung in der Gemeinde Simmerath könnte nach Ansicht der FDP optimiert werden. Dazu solle ein zentraler und beaufsichtigter Abgabepunkt für Grünabfälle, Metallschrott, weiße Ware etc. eingerichtet werden. Dies entstehenden Zusatzkosten würden dadurch ausgeglichen, dass weniger wilder Müll entsorgt werden müsse.

Was regenerative Energien betrifft, sind die Liberalen strikt gegen ein von den Grünen gewünschtes riesiges Windrad im Gewerbegebiet Rollesbroich. Ein 200 Meter-Mast diene bestimmt nicht der Verschönerung der Umwelt. Begrüßt werde dagegen das Projekt der Raiffeisenbank Simmerath, Photovoltaikanlagen nach dem Genossenschaftsprinzip unter Beteiligung der Bürger zu errichten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert