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FC 13 Roetgen wird 100: Jubiläum und Ehrung

Von: Helga Giesen
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Zahlreichen langjährig Aktiven, ob auf dem Spielfeld oder im Hintergrund, wurden auf der Jubiläums- und Ehrenveranstaltung des FC 13 Roetgen anlässlich seines 100-jährigen Bestehens silberne und goldene Verdienstnadeln verliehen. Foto: Helga Giesen
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Vereins-Ehrenteller für Wolfgang Biegmann, mit Ehefrau Angelika und dem Vorsitzenden Friedrich Keßel. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Mit einer Jubiläums- und Ehrungsfeierstunde startete der FC 13 Roetgen in die Festlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsbestehen, das mit weiteren sportlichen und geselligen Veranstaltungen bis in den September hinein gefeiert wird.

Das Vereinsheim hätte die Vielzahl der Gratulanten nicht gefasst, freute sich FC-Vorsitzender Friedrich Keßel, die Gäste im Bürgersaal begrüßen zu können. Der erste Gruß galt dem Schirmherrn der gesamten Jubiläumsfeierlichkeiten, Bürgermeister Manfred Eis.

Sein Willkommen an die Mitglieder der im Rat vertretenen Parteien verband der Vorsitzende mit einem Dank dafür, dass die Fußballer in der Vergangenheit hier ebenso wie bei der Verwaltung stets ein offenes Ohr für ihre Anliegen gefunden haben, besonders bei allen Angelegenheiten rund um den Sportplatz.

Ebenso galt ein Dank dem Gemeindereferenten Michael Reimann für die Feier des ökumenischen Gottesdienstes in der Pfarrkirche zur Eröffnung des Jubiläumsfestes. Weitere Grüße richtete Friedrich Keßel an Ernst Wilden als Vertreter des Fußballverbands Mittelrhein, den Vorsitzenden des Fußballkreises Aachen, Raphael Lamm sowie den Ortskartellvorsitzenden Paul Matt und alle Gäste aus den Ortsvereinen. Die anwesenden Sponsoren sowie alle Werbepartner würdigte Kessel als zuverlässige Garanten für das solide finanzielle Fundament, das die Vereinseinarbeit ermöglicht.

Auch Bürgermeister Manfred Eis freute sich, die vielen Gäste in der neuen „guten Stube“ der Gemeinde begrüßen zu können. Er hob besonders hervor, dass die Mitglieder ihr Ehrenamt mit großem persönlichen Engagement ausfüllen, sich für das Allgemeinwohl einsetzen und somit einen Großteil des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde mitbestimmen.

Das gelte sowohl für die Sportler, die im Rampenlicht stehen, als auch für alle, die hinter den Kulissen von der Platzpflege bis zur zeitraubenden Erledigung von Verwaltungsaufgaben tätig sind – „und auch für die Frauen, ohne deren Verständnis und Unterstützung es in vielen Vereinen nicht gut aussähe“, fügte der Verwaltungschef hinzu.

Ernst Wilden und Raphael Lamm überbrachten dem Jubiläumsverein Glückwünsche und Ehrengaben im Namen von DFB, Fußballverband Mittelrhein und Fußballkreis Aachen. Der FC 13 könne stolz sein auf seine Historie, erklärte Wilden. Es sei nicht leicht, über Jahrzehnte hinweg ein lebendiges Vereinsleben zu erhalten, betonte er und empfahl dazu die zum Jubiläum herausgegebene Festschrift als spannende Lektüre.

Besonders hob er hervor, dass die Roetgener Kicker als einer der wenigen Vereine in der Region noch in allen Altersklassen eigene Juniorenmannschaften stellen können. Das gute Image der Nachwuchsabteilung, das die Kinder und Jugendlichen anzieht, habe über viele Jahre Dieter Cosler geprägt. Vor dem Hintergrund steigender Gewaltbereitschaft mahnte Wilden Respekt vor Gegnern und Schiedsrichtern an und erinnerte an die Vorbildfunktion der Seniorensportler für die Kleinen.

Raphael Lamm betonte, dass der FC ein fester und anerkannter Bestandteil des Fußballkreises Aachen und auch immer ein zuverlässiger Partner bei Veranstaltungen im Südkreis sei. Die in der Vergangenheit gelegten Fundamente seien der Garant für die Zukunft. Auch Lamm sprach die sozialen Chancen und Werte an, die der Fußball über den notwendigen sportlichen Wettbewerb hinaus bietet.

Identifikation mit dem Verein

Mit einigen nachdenklich stimmenden Worten unterstich der jetzige Jugendleiter Martin Klinkenberg die Forderung seiner Vorredner nach Fair Play im Fußballsport. Eine wichtige Grundlage dafür sieht er in der Identifikation der Spieler mit dem Ort und dem Verein und betonte, dass der FC 13 von „hauseigenen Talenten“ lebt, die auch aus dem Dorf stammen. Die Jugendabteilung sei ein Ort, an dem, auch unterstützt von den Eltern, mehr als nur Fußball gespielt wird, sondern auch ideelle Werte vermittelt werden.

Nach einer Zeitreise in Wort und Bild durch die Historie des Vereins war die Stunde gekommen, all denen Dank zu sagen, die in vielen Jahrzehnten dazu beigetragen hatten, eben diese Vereinsgeschichte mit Leben zu füllen, sei es als Spieler, Trainer oder Betreuer oder auch durch Vorstandsarbeit und alle anderen Aufgaben hinter den Kulissen.

Gemeinsam mit dem Ehrenamtsbeauftragten des Fußballkreises Aachen, Horst Auzinger, vergab Raphael Lamm neben einer Vielzahl von silbernen Verdienstnadeln auch einige besondere Ehrungen. Die Verdienstnadel in Gold ging an Dieter Cosler, Wilfried Heinz, Heinz Hülsen und den Vorsitzenden Friedrich Keßel. Eine der höchsten Ehrungen, die Ehrennadel in Silber, erhielt Werner Kreitz.

Seit 57 Jahren sei er nicht wegzudenken aus dem Vereinsleben des FC 13, würdigte Horst Auzinger seine Verdienste, zu denen nicht nur 30 Jahre als aktiver Fußballer zählen, sondern auch besonderes Engagement in der Vorstandsarbeit seit 1979. Von 1984 bis 1999 stand Werner Kreitz an der Spitze des Vereins, seitdem ist er 2. Vorsitzender. In dieser Zeit hat er alle wichtigen Baumaßnahmen wie die Errichtung des Vereinsheims, die Umwandlung des ungeliebten Aschenplatzes in einen Kunstrasenplatz oder die Sanierung der Zuschauertribüne begleitet.

Die Feierstunde wurde umrahmt vom Jugendorchester der Musikvereinigung Roetgen unter der Leitung von Harry Brandts. Die jungen Blasmusiker begeisterten ihre Zuhörer so sehr, dass sie trotz der schon vorgerückten Stunde nicht ohne Zugabe davonkamen, bevor die Jubiläumsfeier mit einem Umtrunk ausklang.

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