Wollseifen - Faustgroße Steine treffen die Marienkapelle

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Faustgroße Steine treffen die Marienkapelle

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Wollseifen. „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun”, hat Herbert Daniel aus Morsbach auf einen Pappkarton geschrieben und diesen in der kleinen Marienkapelle in Wollseifen aufgehängt.

Am Samstag haben Unbekannte in den Abendstunden die Kapelle mit Steinen beworfen und einen Schaden von einigen Tausend Euro verursacht.

Der Förderverein Wollseifen hatte die Wegekapelle saniert, im August 2007 wurde sie von Pfarrer Philipp Cuck eingesegnet. Seitdem ist die Kapelle kurz vor dem ehemaligen Ort Ziel vieler Pilger - so auch am Sonntag, als zwei junge Soldaten aus Gerolstein vor der Kapelle niederknieten, um für ihre Kameraden in Afghanistan zu beten.

Daniel pflegt die Kapelle für den Förderverein. Fast täglich ist er dort mit seiner Frau anzutreffen, um Blumen niederzulegen und Kerzen anzünden. Bereits Mitte der Woche fiel Daniel auf, dass in der Kapelle kleinere Steine lagen, die von Unbekannten hineingeworfen worden waren.

Am Samstag stockte dem Ehepaar Daniel der Atem: Faustgroße Steine lagen in der Kapelle, Blumenvasen, Kerzenständer und die kleine Fensterscheibe hinter der Madonna lagen zersplittert auf dem Boden. Vermutlich hatten Unbekannte Steine in die offene, nur durch ein Gitter versperrte Kapelle geworfen.

Neben Vasen und Fenster wurde auch der frisch bemalte Putz zerstört - wie ein Schweizer Käse sieht der nun aus. Wo die Steine auf den Putz trafen, entstanden Löcher.

Die Polizei Schleiden war vor Ort, der Förderverein Wollseifen erstattete Anzeige und setzte eine Belohnung aus. Hinweise nimmt die Polizeistation Schleiden, Telefon 02445 8580, entgegen.

Vereinsmitglied Fritz Sistig kann die Tat nicht verstehen. Ohne den Förderverein wären weder die Kapelle noch die Kirche saniert worden. „Wir wollen nicht mehr, als das Andenken unserer Väter in die nächste Generation zu tragen”.
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