Extremwinter: Da bleibt auch mal eine Tonne stehen

Von: hes
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Für die Entsorgungsbetriebe bedeutet die extreme Schneelage eine erhebliche Mehrbelastung. In schlecht geräumten Anliegerstraßen gibt es kaum ein Durchkommen für die großen Müllfahrzeuge oder sie sorgen für längeren Stau auf meist nur einspurig geräumten Straßen. Foto: H. Schepp

Nordeifel. Die aktuelle Straßenlage mit den nicht immer geräumten Anliegerstraßen stellt auch die Entsorgungsunternehmen in der Nordeifel vor Probleme. „Müllfahrzeuge können bei den aktuellen Witterungsverhältnissen einige Straßen in den Abfuhrrevieren nicht problemlos befahren, trotz einer M+S-Bereifung an den Antriebsachsen, die bei uns immer schon Standard war”, teilte die Regioentsorgung AöR diese Woche mit.

„Die Fahrer müssen vor Ort selbständig entscheiden, welche Straßen gefahrlos befahrbar sind”, so Udo Schütze von der Einsatzleitung. „Vor allem in abschüssigen Nebenstraßen bestehen Probleme”, so der Zwischenbericht aus der Disposition.

Dies führe nicht selten zu Rückfragen aus der Bürgerschaft: Nicht immer wird das erforderliche Verständnis für die besondere Fahrleistung zum Manövrieren von 26-Tonnern in vereisten Anliegerstraßen aufgebracht.

Gewohnte Abläufe sind seit dem massiven Wintereinbruch pass, in einzelnen Fällen konnten ungestreute und ungeräumte Straßen nicht durchfahren werden, sodass Behälter für Restmüll, Bioabfall und Papier nicht geleert wurden. Die Fahrinfos laufen an das Kundendienstzentrum der Regioentsorgung (kostenfrei aus dem Festnetz Tel. 02403/5550666) weiter, sodass immer ein Überblick erhalten bleibt und Anfragen zeitnah beantwortet werden können.

„Eine nachträgliche Einsammlung der Abfälle ist nicht immer möglich, bei späteren Abfuhren werden auch Übermengen abgefahren”, verspricht die Regioentsorgung.

Auch beim Mützenicher Entsorgungsunternehmen Förster Umweltdienste, das den Hausmüll in den Städten Monschau und Nideggen entsorgt, beklagt man „das sehr schlechte Räumen der Nebenstraßen, selbst drei Tage nach dem letzten Schneefall”, so Rita Förster. Insbesondere in der Altstadt (Heidgen, Mühlenberg oder Burgau) hätten es die Müllfahrzeuge schwer, vor allem in Straßen, die nur einspurig für Pkw geräumt sind. Wegen des Wiegesystems könne man hier auch nicht mit kleineren Lkw abfahren.

Auch die Firma Förster bittet um Verständnis, wenn die Sammler später kommen oder bei der Wertstoffsammlung mal ein gelber Sack oder eine gelbe Tonne stehen bleibe. „Diese wird dann bei der nächsten Sammlung abgeholt”, verspricht Rita Förster.
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