Aachen - Evangelische Kirche richtet zusätzliche Pfarrstellen ein

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Evangelische Kirche richtet zusätzliche Pfarrstellen ein

Von: ema
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Aachen. Der Evangelische Kirchenkreis Aachen will die Seelsorge für seine über 84.000 Gemeindeglieder zwischen Baesweiler und der Eifel stärken.

Bis 2015 sollen 2,5 zusätzliche Pfarrstellen geschaffen werden. Dies beschlossen die 90 Delegierten der Kreissynode - das Parlament des Kirchenkreises - jetzt mit nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung. Die neuen Stellen können problemlos besetzt werden, da es genügend ausgebildete Theologen gibt.

Nach den Vorgaben der Landeskirche hätte der Kirchenkreis sogar 1,5 weitere Stellen einrichten können. Dies sei jedoch mit Blick auf die langfristige Finanzierbarkeit nicht sinnvoll, entschied die Synode. Superintendent Hans-Peter Bruckhoff betonte, dass dies eine schwierige Gratwanderung sei, ein „Kompromiss zwischen seelsorglicher Verantwortung und Finanzierbarkeit”.

Künftig wird es in den 14 Gemeinden der drei Regionen Nordkreis, Aachen und Eifel 52 Pfarrstellen geben. 42 Stellen muss der Kirchenkreis finanzieren, zehn werden zumeist staatlich refinanziert. 38 Stellen sind klassische Gemeindepfarrstellen, 14 sogenannte Funktionspfarrstellen in Krankenhäusern, Schulen oder bei der Telefonseelsorge. Die Kirchengemeinde Aachen erhält 1,5 neue Stellen.

Zwölf Theologen können sich dann um die rund 31.500 Gemeindeglieder kümmern. Für die sieben Nordkreisgemeinden mit knapp 23.000 evangelischen Christen und jetzt 9,5 Theologen-Stellen ist eine neue Stelle vorgesehen. Unverändert 13 Pfarrstellen behält der Süden mit prognostizierten 26.000 Gemeindegliedern in derzeit noch sechs Gemeinden, wobei die Region Eifel bereits jenseits der Autobahn A 44 in Aachen-Brand beginnt, das zur Kirchengemeinde Stolberg gehört.

Wo die zusätzlichen Pfarrstellen angesiedelt werden, sollen die Regionen bis Herbst 2010 eigenständig regeln. Die Kreissynode appellierte an die Gemeinden, in den Regionen die Zusammenarbeit zu verstärken. „Verordnete Zwangsfusionen soll es nicht geben”, betonte jedoch Synodalassessor Pfarrer Martin Obrikat.

Weil künftig Pfarrerinnen und Pfarrer auch im Angestelltenverhältnis beschäftigt werden könnten, bringe dies mehr Flexibilität. Verstärkung wird es so für Pfarrer Andreas Hintze aus Stolberg geben, der für die Leitung des Diakonischen Werks vorgesehen ist. Zu seiner Entlastung wird ab 1. Oktober eine bis 2012 befristete halbe Stelle geschaffen.
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