Monschau/Simmerath - Esel-Skulptur mit Pflasterstein stark beschädigt

Esel-Skulptur mit Pflasterstein stark beschädigt

Von: P. St.
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Trauriges Kapitel: Otto Drosso
Trauriges Kapitel: Otto Drosson, der Geschäftsführer des Vereins für Heimatgeschichte Imgenbroich vor der zerstörten Eselskulptur an der Trierer Straße. Foto: P. Stollenwerk

Monschau/Simmerath. Gewerbetreibende aus der Gemeinde Simmerath zeigen sich „besorgt und irritiert” über die Planungen der Nachbarkommune Monschau, das Gewerbegebiet in Imgenbroich zu erweitern, lässt der Vorsitzende des Gewerbevereins Simmerath. Michael Haas jetzt in einer Stellungnahme verlauten.

Das friedliche Bild ist jedoch jetzt gewaltsam getrübt worden. In der Nacht zum Donnerstag wurde die am Imgenbroicher Mühlsteinbrunnen stehende Skulptur zerstört. Mit einem dicken Pflasterstein wurde der aus Glasfieber-Kunststoff bestehende Esel zerstört. Nachdem die Täter es geschafft hatten, die stabile Kunststoff-Schicht zu durchschlagen, ließen sie den Stein im Inneren der Skulptur zurück.

Enttäuscht über diese Form des Vandalismus zeigte sich auch Otto Drosson, der Geschäftsführer des Vereins für Heimatgeschichte, auf dessen Initiative die neuen Esel-Sklupturen im Ort aufgestellt wurden.

Der am historischen Ursprung des Ortes Imgenbroich befindliche Esel mit der Bezeichnung „Ömscher Wönk” wird nun abgebaut, da er nicht mehr zu reparieren ist. Dieses Exemplar war vom Monschauer Maler Hajo Peters mit historischen Imgenbroicher Motiven verschönert worden. Auch die anderen Esel, die vor 10 Monaten aus Anlass der 650-Jahrfeier an markanten Punkten des Ortes aufgestellt worden waren, hatten Schulen und Firmen individuell gestaltet.

Es ist keineswegs das erste Mal, dass die Imgenbroicher Esel zum Ziel nächtlicher Attacken wurden, wobei die Schäden in überschaubarem Maß blieben und ohne viele Aufhebens vom Heimatverein beseitigt wurden.

Mehrfach wurden die eigentlich fest verankerten Skulpturen einfach umgestoßen oder wie im Falle Hengstbrüchelchen in der Silvesternacht mit Farbe besprüht. Mehrfach wurden auch die Informationstafeln an den Skulpturen umgedrückt. Allein die Eselfiguren am Kreisverkehr wie auch in der abgelegenen Grünentalstraße blieben bislang unbeschadet wie auch die beiden Skulpturen auf dem Firmengelände Weiss.

„Das ist schon eine traurige Angelegenheit”, sagt Otto Drosson. „Die Eselfiguren haben den Menschen so viel Freude bereitet.” Inzwischen hat der Heimatverein bei der Polizei Anzeige erstattet, und eine Belohnung in Höhe in Höhe von 100 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

Eventuelle Zeugen, deren Hinweise vertraulich behandelt werden, können sich bei der Polizei oder beim Geschäftsführer des Heimatvereins, Otto Drosson (Tel. 02472/2258) melden.

Der Heimatverein hofft nun, dass die Zerstörung der Esel nicht weiter fortschreitet, denn eigentlich sollten die Skulpturen, solange sie ansehnliche sind, im Ort stehen bleiben. Etliche Bürger aus dem Ort haben auch schon angefragt, die gerne eine Figur übernehmen würden.
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