Roetgen - Es geht rund an der Faulenbruchstraße

Es geht rund an der Faulenbruchstraße

Von: Helga Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Der Gewerbekomplex an der Ecke Faulenbruch-/Bundesstraße soll, optisch aufgewertet, Teil des neuen Nahversorgungszentrums „Im Vennhof” werden. Zwei leerstehende Einfamilienhäuser an der Bundesstraße (links) und Faulenbruchstraße müssen den Neubauten weichen, die Erschließung von der Bundesstraße her soll über einen Kreisverkehr an der oberen Abgrenzung erfolgen. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Volles Haus im Roetgener Bauausschuss. Es ging wieder einmal um den Bereich Faulenbruch-/Bundesstraße und um ein Konzept für ein Nahversorgungszentrum. Das soll neben großen Verkaufsflächen für einen Discounter (Aldi) und einen Vollsortimenter (Edeka) auch kleinflächigen Einzelhandel, z.B. für Backwaren und Blumen, sowie einen Bau- und einen Drogeriemarkt beherbergen.

Auch Gastronomie mit Außenbereich soll Platz finden. Das Projekt wurde vorgestellt von Architekt Gerd Klubert, Stefan Schepers vom Investor bonafide Immobilien sowie von Jan Roth vom Planungsbüro ISR, der zunächst die planungsrechtlichen Einzelheiten erläuterte.

Auf der ca. 1,1 Hektar großen Fläche befinden sich zurzeit ein Einzelhandelskomplex, eine Parkfläche sowie zwei leerstehende Wohnhäuser, die abgerissen werden sollen.

Planer Jan Roth stellte fest, dass es in Roetgen einen unterdurchschnittlichen Bestand an Verkaufsflächen bei gleichzeitig hoher Kaufkraft gebe. Die nicht bedarfsgerechte Versorgung führe dazu, dass Kaufkraft in Höhe von ca. fünf Millionen Euro jährlich abfließe.

In einer Machbarkeitsstudie seien sieben Standorte für ein Nahversorgungszentrum überprüft worden, von denen lediglich der jetzt vorgesehene empfohlen werden könne. Auch ein Umzug ist geplant, weil der Betrieb am jetzigen Standort an der Rosentalstraße nicht überlebensfähig ist.

Bevor die Bagger anrücken können, sind die Änderung des Flächennutzungsplans, die Ausweisung eines zentralen Versorgungsbereichs, die Abstimmung des Vorhabens mit den Nachbarkommunen und letztendlich die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig.

Wenn alles gut läuft, könnte der Bebauungsplan Anfang nächsten Jahres Rechtskraft erlangen, und ihre Weihnachtseinkäufe 2012 könnten die Roetgener dann im neuen Einkaufszentrum tätigen. Der neue Komplex soll den Namen „Im Vennhof” tragen. Das bestehende und die neu zu errichtenden Gebäude sollen hofartig eine zentrale Fläche mit Stellplätzen umschließen. Allein diese Anordnung werde bereits einen weitgehenden Schallschutz garantieren, erläuterte Architekt Gerd Klubert.

Die Erschließung soll über einen Kreisverkehr von der Bundesstraße aus erfolgen, jedoch nicht im Kreuzungsbereich, sondern an der westlichen Grundstücksgrenze. Die Bebauung an der Bundesstraße soll behutsam erweitert werden, an der Faulenbruchstraße soll eine kleinstückige Bebauung mit begrünten Zwischenräumen entstehen. Von dieser Seite ist keine Einfahrt in das Gebiet vorgesehen. Das zurzeit wenig ansehnliche Bestandsgebäude soll optisch aufgewertet werden und damit nicht mehr als Fremdkörper erscheinen.
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