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Erster öffentlicher Bücherschrank in der Städteregion

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
Bürgermeister Manfred Eis (2.
Bürgermeister Manfred Eis (2.v.r.) freut sich über den neuen Bücherschrank. Foto: Günther Sander

Roetgen. Das „Tor zur Eifel” glänzt erneut in einer Vorreiterrolle. Am Donnerstag wurde vor dem Rathaus der erste öffentliche Bücherschrank in der Städteregion errichtet und seiner Bestimmung übergeben.

„Das ist ein Novum, ein weiteres”, freute sich Bürgermeister Manfred Eis. Er sieht darin eine Bereicherung für die Gemeinde und wünscht sich, dass die Roetgener „Leseratten” regen Gebrauch von diesem Open-Air-Angebot machen werden. Dieses Angebot trage so zur Entwicklung und Aufrechterhaltung der kulturellen Infrastruktur bei.

Dreimal in kurzer Zeit hat die RWE Deutschland damit in Roetgen Neuerungen geschaffen: Eine E-Bike-Ladestation am Ravel-Radweg in Nähe Pferdeweiher, außerdem einen Defibrillator in der Grundschule und nun einen Bücherschrank. RWE-Kommunalbetreuer Walfried Heinen möchte Mitmenschen auf einfache Art und Weise zum Lesen anregen, erzählte er unserer Zeitung. Er sprach von einer Idee, die hinter der Installation von öffentlichen Bücherschränken stecke. Quasi eine Art „Büchertauschbörse”, bei der jeder Bürger und jede Bürgerin ab sofort bis zu 250 Bücher ohne jegliche Formalitäten in die Regalfächer hineinstellen kann. Eine winzige Bibliothek nahe bei den Menschen also, war zu hören.

Heinen denkt an Bücher, die nicht mehr benötigt werden, die aber anderen Literaturfreunden eine Freude bereiten können. Seine Kollegin Sarah Thießen bringt es auf den Punkt: „Somit finden der gelesene spannende Krimi, das Kochbuch, das Sachbuch und Reiselektüre bald schon neue Leser.”

Schrank auch bald in Monschau

Thießen antwortet auf unsere Frage, ob man keine Angst vor Vandalismus oder Diebstahl habe, da sei man eher zuversichtlich, wie das Beispiel in Bonn (seit Anfang des Jahres steht dort ein Bücherschrank) bisher gezeigt habe. In vielen größeren Städten kennt man solche Schränke längst schon, in Monschau wird bald schon in der Laufenstrasse, in Nähe der Sparkasse, ein Bücherschrank Aufstellung finden. Nur dürfe es nicht sein, dass die Bürger ihre Dachböden ausräumen und massenweise Bücher in den neuen Schrank „entsorgen.”

Lesen, tauschen, entdecken, so lautete die Devise des Prinzips, denn gerade bei jungen Leuten habe das Buch wieder einen sehr hohen Stellenwert zu verzeichnen. Die Patenschaft für diesen hübschen Schrank vor dem Rathaus übernimmt Ursula Hermann von der „Bücherinsel” der katholischen öffentlichen Pfarrbücherei St. Hubertus persönlich. Sie kümmert sich außerdem um die Pflege und sieht nach dem Rechten, damit keine gefährdeten Bücher (Porno, Naziliteratur) in den Schrank gelangen.
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