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Erste Impulse für die Eifel werden nun sichtbar

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Nordeifel. Angetreten mit dem Ziel, den ländlichen Raum mit innovativen Projekten zu fördern, zieht die Leader-Region Eifel gut zwei Jahre nach ihrem Start eine positive Zwischenbilanz.

Zahlreiche Projekte befinden sich in der Umsetzung, darunter das „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen” und die Aufbereitung von 24 repräsentativen, epochenübergreifenden Bodendenkmälern in der „Archäologischen Landschaft Nordeifel”.

Die Restaurierung des historischen Dieseltriebwagens Talbot-Taunus bei der Dürener Rurtalbahn ist bereits abgeschlossen. Der „T1” soll mit Beginn der neuen Saison den Fahrradtourismus in der Eifel weiter ankurbeln.

„Leader” ist ein EU-Förderprogramm und Teil der ländlichen Entwicklungspolitik des Landes NRW. Der Leader-Region Eifel, bestehend aus 15 Kommunen in den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen, stehen bis 2013 Fördermittel von 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Gefördert werden können Projekte bis zu 50 Prozent, wenn aus öffentlichen Mitteln der Rest beigesteuert wird. Rund 500.000 Euro wurden bislang abgerufen.

„Wir haben also noch reichlich Kapazitäten für neue Projekte”, betonte Regionalmanager Alexander Sobotta bei der Vollversammlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Eifel im Rathaus Kleinhau.

Das Treffen fand in der Gemeinde Hürtgenwald statt, weil Bürgermeister Axel Buch als Vertreter des Kreises Düren turnusgemäß den Vorsitz der LAG Eifel von seinem mittlerweile aus dem Amt ausgeschiedenen Simmerather Kollegen Hubert Breuer übernahm. Bei dieser Gelegenheit gaben Sobotta und die einzelnen Koordinatoren einen Überblick über den Stand ihrer Projekte.

Ursula Gehrke berichtete von einem ersten erfolgreichen Lehrgang zur Ausbildung von Baumwarten für die Streuobstpflege und kündigte weitere Lehrgänge an. „2010 wird das Jahr der Schulungen.” Ziel des „Kompetenznetzwerks Streuobstwiesen” ist die Erhaltung der vorhandenen Streuobstbestände und ihre wirtschaftliche Erschließung.

Überhaupt steht die Vermarktung eifeltypischer Produkte und Dienstleistungen ganz oben auf der LAG-Agenda, zum Beispiel im gebietsübergreifenden Projekt „Entwicklung von regionalen Wertschöpfungspartnerschaften” mit den Leader-Regionen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel, das noch intensiviert werden soll.

Produkte der Eifel in den heimischen Supermärkten zu platzieren, gehört dabei ebenso zu den Zielen wie die Vermarktung der Produkte auf regionalen Verbrauchermessen, warb Rainer Wirtz von der LAG Bitburg-Prüm um weitere Unterstützung aus der LAG Eifel.

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung der RWTH Aachen werden derzeit eifeltypische Siedlungs- und Baumuster analysiert, die das Bewusstsein für das Unverwechselbare eines Dorfes schärfen und Bauherrn sowie Architekten sensibilisieren sollen.

Ziel ist die Bewahrung der Eifeler Baukultur. Nach Abstimmungsgesprächen mit den Kommunen sollen im März erste Workshops stattfinden, gab Andrea Drossard von der Städteregion Aachen bekannt.

Gebietsübergreifend mit den Regionen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel soll die Eifel auch als Bioenergie-Region in den Fokus rücken. Im Mittelpunkt stehen dabei der Aufbau eines Netzwerks, insbesondere der Wertschöpfungsketten Energieholz/Biomasse und Biogas sowie die Entwicklung von Finanzierungsmöglichkeiten. Netzwerkmanager Markus Pesch steht seit September als Ansprechpartner zur Verfügung.

Akzente will die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Eifel in Zukunft aber auch noch in anderen Bereichen setzen: Ein Themenschwerpunkt soll die Nahversorgung in der Eifel werden mit einer Bedarfserhebung und der Beratung von Kommunen, Einzelhändlern, mobilen Anbietern und Landwirten.

Dazu kommt die Erarbeitung eines Leitbilds für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in der Eifel und die Dorfinnenentwicklung, bei der der Fokus auf der oft recht kostspieligen Sanierung von Altbaubeständen liegt, die immer öfter für Leerstände sorgt.

„Aber auch Projekte mit Gruppen in Luxemburg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz stehen vor der Umsetzung”, verweist Sobotta beispielsweise auf touristische Vermarktungsstrategien entlang der „Straße der Römer”.
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