Einruhr - Erleichterung beim Geburtstag: „Nationalpark tut uns gut”

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Erleichterung beim Geburtstag: „Nationalpark tut uns gut”

Von: P. St.
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Im Kreise der Ranger fühlte sich Umweltminister Eckhard Uhlenberg besonders wohl. Sie prägen nach seiner Aussage in besonders hohem Maße das Image des Nationalparks. Eifel. Foto: P. Stollenwerk

Einruhr. Am Tag des ersten kleinen Jubiläums, das der Nationalpark Eifel feiern kann, überwog natürlich die Feierstimmung. Aber auch fünf Jahre nach der Gründung darf man daran erinnern, dass durchaus ein paar Steine aus dem Weg geräumt werden mussten, ehe die Verordnung für das Großschutzgebiet erlassen werden konnte.

Der Rückblick auf durchweg fünf gute Jahre und der Ausblick auf noch viele weitere Jahrzehnte, wo die Natur einmal ganz sich selbst überlassen werden soll, bestimmten am gestrigen Mittwoch eine Feierstunde unter freiem Himmel im Heilsteinhaus Einruhr.

Das kleine Nationalpark-Jubiläum war auch ein idealer Anlass, um die soeben fertig gestellte Wanderraststation ihrer Bestimmung zu übergeben, ebenso den am gleichen Ort untergebrachten Nationalpark-Infopunkt. Dass morgen auch noch eine Briefmarke zum Nationalpark Eifel erscheint, rundet die Feierstimmung ab.

Die Wanderraststation, die täglich von 10 bis 17 Uhr benutzt werden kann, erweitert nicht nur die Infrastruktur des Heilsteinhauses, sondern soll auch Wanderern Gelegenheit bieten, sich auszuruhen, sich umzukleiden oder sich am Kaminfeuer zu wärmen.

Auch NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg war anlässlich des dreifachen Anlasses nach Einruhr gekommen - und das aus voller Überzeugung. Wer wandert schon - wie kürzlich Uhlenberg - zwei Tage am Stück bei anhaltendem Regen quer durch den Nationalpark Eifel? Also weiß der Minister, wovon er redet, wenn er erwähnt, dass der Nationalpark geeignet sei, die „Faszination Wildnis hautnah zu erleben”.

Wie bedeutsam der Nationalpark für die gesamte Region ist, machte Uhlenberg am Besucheraufzukommen deutlich. So geht eine Studie davon aus, das im Jahr 2007 rund 450.000 Menschen den Nationalpark Eifel besuchten und der Gesamt-Umsatz der Touristen lag bei 8,7 Millionen Euro. Umgerechnet entspreche diese einer Zahl von 256 Arbeitsplätzen. Wesentlich zum Image des Nationalparks trugen laut Uhlenberg die Ranger und deren von den Besuchern hoch geschätzte Führungen bei. Ihnen galt ein besonderer Dank des Ministers.

„Beste Idee der letzten Jahre”

Zuvor hatte Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer die rund 100 Gäste im Innenhof des Heilsteinhauses begrüßt und die Nationalparkgründung als „die beste Idee der letzten Jahre” bezeichnet. Der Nationalpark Eifel habe einen „unwahrscheinlichen Schub für die gesamte Region” ausgelöst.

Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen stellte fest, dass der Nationalpark-Infopunkt und die die Wanderstation geradezu beispielhaft die aufstrebende Entwicklung der Region und des Ortes Einruhr dokumentierten, was in direktem Zusammenhang mit dem fünfjährigen Bestehen des Nationalparks Eifel stehe.

Poschen räumte ein, dass man der Nationalpark-Idee zunächst reserviert gegenüber gestanden habe, und die Befürchtung exisitierte, ob man nach Abzug des Militärs nun „vom Regen in die Traufe” komme. Heute aber könne man mit Erleichterung feststellen: „Der Nationalpark tut uns gut.” Unter dem Strich sei es schlechthin die beste Idee der vergangenen Jahre gewesen.

Hennig Walter, der Leiter des Nationalparkforstamtes, wusste sehr wohl, dass fünf Jahre Nationalpark „für die Natur nur ein Wimpernschlag sind”. Das Nationalpark befinde sich noch in der Entwicklung, und wir müssen noch etwas an der Natur arbeiten.” Dies sei ein spannender Prozess, und erst in etwa 30 Jahren könne sich der Mensch als „gestaltendes Element” zurückziehen. Nach diesem Zeitraum rechne man damit, dass man bereits 87 Prozent der Fläche in die natürliche Entwicklung zurückgeben könne. 40 Prozent des 110 Quadratkilometer großen Schutzgebietes seien bereits der Natur überlassen worden.

Rückblickend auf die Gründungstage des Nationalparks Eifel stellte Walter fest: „Damals hat die gesamte Region an einem Strick gezogen, und das auch noch in die gleiche Richtung.”
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