Monschau - Erinnerungen an Burgringrennen geweckt

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Erinnerungen an Burgringrennen geweckt

Von: mon
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Schirmherr und Ex-BMW-Sportdirektor Prof. Mario Theissen schickte die Teilnehmer der fünften Auflage der Rotary Oldtimer Days Monschau am Startpunkt auf dem Monschauer Markplatz persönlich auf die Strecke. Foto: V. Monterey

Monschau. Mit der fünften Auflage der Rotary-Oldtimer-Days Monschau (RODM) wurde die Altstadt abermals zu einer perfekten Kulisse, die an die Burgringrennen erinnerte. Schon früh am Sonntagmorgen trudelten die Teilnehmer mit rund 60 Automobilen am Startpunkt der Rallye auf dem Monschauer Marktplatz ein.

 Schirmherr und Ex-BMW-Sportdirektor Prof. Mario Theissen sprach von einer „Rekordbeteiligung von Fahrzeugen, die die Geschichte und die Faszination des Automobils dokumentieren“.

Bereits am Samstag waren die einzelnen Fahrzeuge in Aachen vorgestellt worden. Anschließend war die Rallye in Richtung Monschau gestartet. Dr. Wolfgang Bender, Präsident des Rotary-Clubs Monschau-Nordeifel, bezeichnete den ersten Teil der Rallye als „durchaus gelungen“.

Zehn Vorkriegswagen

Der zweite Teil der Rallye führte am Sonntag in den südlichen Teil der Eifel und nach Belgien. Abermals mussten die Fahrer dabei „allerlei komplizierte Prüfungen bestehen“. Punkt 9.30 Uhr fuhr das erste und älteste Automobil, ein Buick Tourer aus dem Jahr 1924, an die Startlinie, wo Theissen persönlich die Startflagge schwang. Ein Riley Speed Nine Brooklands Baujahr 1930 und ein Armstrong Siddeley 12 HP Drophead Coupé Baujahr 1935 folgten.

„Wir möchten eine große Vielfalt präsentieren“, berichtete Theissen. Unter den rund 60 Wagen waren 45 verschiedene Typen zu bewundern, darunter zehn Vorkriegswagen. So konnten die zahlreichen Besucher, Automobilliebhaber und Interessierte, Einheimische und Touristen die unterschiedlichsten Wagen aus den Jahren 1924 bis 1996 bewundern, darunter auch Schätzchen wie der Morris 8 Saloon Baujahr 1937, der Porsche 356 Split Window Baujahr 1952 oder ein Alpha Romeo 1900 CSS Baujahr 1954, die einzeln von Oldtimer-Spezialist Josef Krings vorgestellt wurden, bevor sie in rund 5,5 Stunden 187 Kilometer zu bewältigen hatten.

„Wichtig ist das Wetter“, berichten Klaus und Angelika Zimmermanns, die Besitzer des ältesten Fahrzeuges, da man auf nassen Straßen nicht mehr bremsen könne und Bergabfahren ein Problem sei, „weil die Bremsen dann schnell heiß laufen“. Deshalb habe man immer mehrere Liter Wasser dabei. Seit 1993 besäßen sie das Automobil mit Holzspeicherrädern und seien damit „kräftig unterwegs“, obwohl es rund 20 Liter auf 100 Kilometer verbrauche und rund zwei bis drei Liter Wasser. Das schöne aber sei, man könne an so einem Fahrzeug alles reparieren, alles sei noch mechanisch und würde über Gestänge bedient. Und so schnell wegfahren könne jemand anderes damit auch nicht, „man muss es kennen, um es fahren zu können“.

Mit der Auswahl der Fahrzeuge, bei der Wert auf Seltenheit, Baujahr und Attraktivität gelegt wurde, und einem interessanten Rahmenprogramm mit einer Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von Maserati in der Markthalle und der Präsentation von etlichen noch gut erhaltenen Rennmaschinen, die an die legendären Burgringrennen erinnerten, sorgte die Veranstaltung für Stimmung in der Monschauer Altstadt. Am Sonntagnachmittag gesellten sich schöne alte Trecker des Treckervereins Monschauer Land hinzu.

Die Organisatoren freuten sich über die gelungene Veranstaltung. So auch die Besucher, darunter Karl Cosler aus Eschweiler, der selbst einen MGA besitzt. „Es passt einfach, eine bessere Kulisse könnte es kaum geben“, schwärmte er und lobte die soziale Ausrichtung der Veranstaltung. Rund 30 000 Euro, die größtenteils durch Sponsoren aber auch durch Spenden, Losverkauf oder Verköstigung und nicht zuletzt durch die Mitarbeit unzähliger ehrenamtlicher Helfer zusammenkommen, sollen in Projekte für benachteiligte Kinder fließen.

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