Würselen/Aachen - Entlastung fürs Kreuz: Würselen will „halben” A4-Anschluss

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Entlastung fürs Kreuz: Würselen will „halben” A4-Anschluss

Von: Georg Pinzek
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Eine „halbe” Anschlussstelle an die A4 ist für Würselen eine ganze Sache: Vom Verkehrsventil an der L23 könnte der Gewerbepark Aachener Kreuz stark profitieren. Foto: Georg Pinzek

Würselen/Aachen. Die Auswirkungen des aktuellen Autobahnausbaus sind in Würselen augenfällig. Anwohner der Hauptverkehrsadern sind seit Monaten besonders im Berufsverkehr durch Lärm und Abgase geplagt. Viel zu viele Kraftfahrzeuge degradieren die Durchgangsstraßen zu Kriechspuren: Stop-and-go, Stoßstange an Stoßstange.

So beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr einstimmig: „Die Stadt Würselen befürwortet die Planung einer neuen Anschlussstelle von der L 23 an die A4 im Bereich der Stolberger- beziehungsweise Verlautenheidener Straße und bittet das Bundesministerium für Verkehr sowie den Landesbetrieb Straßen.NRW, entsprechende Untersuchungen vorzunehmen.”

Die sogenannte „halbe” Anschlussstelle könnte vom Kreisverkehr Stolberger Straße/Willy-Brandt-Ring (mit dem schrägen Stuhlstapel von Albert Sous) in Richtung Niederlande realisiert werden. Auf der anderen Seite der Autobahnbrücke über die L 23 sollte die Anschlussstelle aus Richtung Niederlande an die Verlautenheidener Straße angeknüpft werden. Die Trasse für den Zubringer liegt auf Würselener und die der Abfahrt auf Aachener Stadtgebiet.

Bereits am 10. Dezember 2010 hatte es schon konkrete Gespräche in der Sache gegeben, mit von der Partie waren Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Städte Würselen und Aachen sowie der Städteregion. Außerdem nahmen an der Runde der Alsdorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt und die Würselener SPD-Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt Küppers teil.

Hoffen auf Entlastung

Die Würselener Stadtverwaltung informierte jetzt: „Von Seiten des Bundesministeriums wurde deutlich gemacht, dass man durchaus bereit sei, unter Berücksichtigung des aktuellen Ausbaus des Autobahnkreuzes die Frage einer neuen Anschlussstelle erneut zu prüfen.” Da mit der Fertigstellung des Autobahnkreuzes erst in einigen Jahren zu rechnen sei, sei übereinstimmend vorgeschlagen worden, bereits jetzt Simulationsuntersuchungen zur Verkehrsbedeutung der neuen Anschlussstelle einzuleiten. Die Untersuchungen sollen unter der Regie des Landesbetriebs Straßen.NRW realisiert werden.

Diese „halbe” Anschlussstelle würde komplizierte Fahrwege über das Autobahnkreuz zu den Anschlussstellen Verlautenheide beziehungsweise Broichweiden ersparen und damit die Anbindung des Gewerbegebietes Aachener Kreuz wesentlich verbessern. Zurzeit fährt der Ziel- und Quellverkehr des Gewerbeparks aus und in Richtung Aachen-Nord (Laurensberg) und Niederlande über die Anschlussstelle Aachen-Mitte an der B57. Dies bedeutet erhebliche Verkehrsbelastungen für Haaren und Würselen.
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