Roetgen - Engagement von Dirigent Manfred Reinartz „vergoldet"

Engagement von Dirigent Manfred Reinartz „vergoldet"

Von: Günther Sander
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Ralf Jansen (Mitte) überreichte Roetgens musikalischem Leiter Manfred Reinartz (rechts) die „Dirigentennadel in Gold“ mit Urkunde für seine großen Verdienste. Da schloss sich MVR-Geschäftsführer Gottfried Lauscher (links) gerne an. Foto: Günther Sander

Roetgen. Getreu dem Motto „Lass’ Dich überraschen“ spannte Gottfried Lauscher beim Frühlingskonzert der Musikvereinigung Roetgen im Bürgersaal die Besucher auf die Folter.

Den Schleier des Geheimnisses zu lüften, war dann Aufgabe von Ralf Jansen, Dirigent der „Lyra“ Höfen, der an diesem Abend im Auftrag des Volksmusikerbundes NRW nach Roetgen gekommen war.

Jansen ehrte einen verdienten Mann, einen Musiker „par excellence“: den Dirigenten der Musikvereinigung Roetgen, Manfred Reinartz. Ihm wurde eine große Ehre zuteil. Ralf Jansen überreichte Roetgens musikalischem Leiter für 20-jährige Dirigententätigkeit die „Dirigentennadel in Gold.“

Fragende Blicke von Manfred Reinartz, der sichtlich überrascht worden war, der nun stehende Ovationen, stürmischen Beifall und Glückwünsche in Empfang nehmen konnte. Für Ehefrau Birgit gab es Blumen. Die „Geheimhaltung“ war dem Vorsitzenden Horst Hoch, der leider verhindert war, vollends gelungen. Gottfried Lauscher vertrat den Boss bestens.

Ralf Jansen war „gerne zu dieser hochkarätigen Ehrung nach Roetgen gekommen“, wie er betonte, er hob die große Verbundenheit und gute Zusammenarbeit mit Roetgen und dem Ensemble hervor. Manfred Reinartz habe sich große Verdienste für den Volksmusikerbund erworben, nie Stillstand gezeigt, „immer mehr gewollt.“ Das gelte auch für das Frühlingskonzert, das Jansen als „tolle Leistung“ benotete. Manfred Reinartz, 57 Jahre alt, erhielt vom damaligen Organisten in Roetgen, von Willi Kever, seine Klavierausbildung.

Mit zehn Jahren stieß er zur Musikvereinigung Roetgen, der er bis zum heutigen Tag die Treue hält. Mit dem Flügelhorn begann der junge Musikus, bekam Geschmack auf Posaune und Tenorhorn. Beste Voraussetzungen, um am Ende auch noch auf den Taktstock zu kommen. Von 1984 bis 1992 war „Roetgens Karajan“ als Jugendbetreuer aktiv, zuständig für Schülerausbildung und Vorbereitungslehrgänge für D-Prüfungen im Verein. Im Rahmen der Nachwuchsförderung gründete Manfred Reinartz 1992 die Blockflötengruppen.

Am 28. November 1994 schlug für ihn die große Stunde, mit 37 Jahren wurde er Dirigent des Hauptorchesters. Den Taktstock übernahm er von seinem Vater Franz Reinartz, der dem Orchester von 1974 bis 1994 vorstand. Am 13. April 1996 debütierte Reinartz federführend zu seinem ersten Konzert mit dem Hauptorchester, von 2000 bis 2003 agierte er zusätzlich als Dirigent des Jugendorchesters, wurde schließlich zum Ehrendirigenten ernannt.

Geschäftsführer Gottfried Lauscher, ein treuer Weggefährte, erinnerte an das große Engagement des musikalischen Leiters, der viel Freizeit für die Musikvereinigung opfert. „Er arrangiert eigens Musikstücke, um sie an die Bedürfnisse des Orchesters anzupassen“, so Lauscher. Dabei stelle Reinartz oft private Termine zum Vereinswohl in den Hintergrund.

Sein großes Hobby ist und bleibt die Blasmusik und bleiben die „Egerländer Musikanten“, heute unter der Leitung von Ernst Hutter, zuvor führte der legendären Ernst Mosch, „King der Blasmusik“, das Orchester zu großen Welterfolgen wie „Wir sind Kinder von der Eger“, „Rauschende Birken“ oder „La Pastorella.“ Jansen erwähnte, dass Reinartz bei Hutter einmal mitspielen durfte und sich damit einen Wunsch erfüllt habe.

„Mir fehlen die Worte“, bedankte sich der „Goldjunge“, der in den Dank „seine“ MVR mit einschloss. „Es macht Spaß, mit Euch zu musizieren“, sagte er sichtlich gerührt.

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