Monschau - Energieberatung kehrt zurück

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Energieberatung kehrt zurück

Von: V.M.
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Berater und Diplom-Ingenieur Jörg Hubrich, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, Gerhard Weiß, und der Leiter des Amtes für Planung und Hochbau der Stadt, Stephan Dicks (von links), lassen zukünftig keine Fragen offen bei der Energieberatung in der Monschauer Altstadt. Foto: V. Monterey

Monschau. Ob es um zu hohe Heizkosten, Fenstertausch, Speicherbodendämmung, Schimmelpilzbefall oder Förderung einer Solaranlage geht, die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW kommt in die Eifel zurück.

Einmal pro Monat kann sich ab dem 21. Oktober jedermann, ob Mieter oder Vermieter, Hauseigentümer oder Bauherr im Monschauer Rathaus beraten lassen. Nach telefonischer Anmeldung beim Amt für Planung und Hochbau unter der Leitung von Stephan Dicks wird der erfahrene Berater und Diplom-Ingenieur Jörg Hubrich den Interessenten für jeweils eine halbe Stunde persönlich zur Verfügung stehen und alle Fragen rund ums Haus beantworten. Bei Bedarf können detaillierte Fragen bei einer Doppel- oder Vor-Ort-Beratung, zum Beispiel bei umfangreichen Sanierungen oder Schimmelproblemen geklärt werden.

„Beginnt im Kopf”

„Alles schreit nach Beratung”, weiß der hauptberufliche Städteberater der Verbraucherzentrale, Gerhard Weiß aus Alsdorf, zu berichten, und „Energie sparen beginnt im Kopf”. Anstatt aber den weiten Weg nach Alsdorf antreten zu müssen, stehen Künftig auch in Monschau wieder Berater zur Verfügung und beraten selbst bei schwierigen und komplexen Themen aus der Bauphysik.

In der Altstadt Monschau betrifft das speziell die Fachwerksanierung und den Denkmalschutz. Da lohnt es sich, in die Heizungstechnik zu investieren. Ob durch Erneuerung des gesamten Heizsystems, ob Ergänzung durch ein Zweitsystem, zum Beispiel durch Holzöfen für Stückholz oder Pellets, oder durch Nachrüstung der alten Heizung, welches letztere allein schon bis zu 20 Prozent Energie einspart, die Energieberater helfen, die Richtige aus den vielfältigen Möglichkeiten herauszusuchen.

„Die Unkenntnis ist oft groß”, berichtet Hubrich, selbst mit der Wahl der „falschen” Fenster kann man sprichwörtlich „das Geld zum Fenster hinauswerfen” oder eine falsche Sanierung dazu führen, dass ein Haus entmietet und eine komplette Neusanierung vorgenommen werden muss.

Interessant ist auch die öffentliche Förderung durch Kommunen, Bund und Länder oder manchen örtlichen Energieversorger. „Diesen Fördermitteldschungel zu durchschau”,sagt Weiss, ändere sich beinahe fast monatlich. Doch die Mühe kann sich bezahlt machen. Gefördert werden beispielsweise Solar- oder Photovoltaikanlagen oder die Dämmung von Wohngebäuden, die besonders im Zuge einer ohnehin anstehenden Sanierung besonders einfach und wirtschaftlich ist.

„Packen Sie ihr Haus dick ein”, heißt da die Devise. In spätestens zwei Jahren spart ein Dämmstoff mehr Energie ein, als für seine Herstellung eingesetzt wurde. Eine Dämmstärke von 16 bis 20 Zentimetern an der Außenwand sind wirtschaftlich. So genannte „Passivhäuser” kommen mit einer Dämmstärke von 35 bis 40 Zentimetern sogar fast ohne Heizung aus.

In alten Häusern mit Fachwerk ist eine Zelluloseeinblasdämmung die sinnvollste Möglichkeit, ökologisch und preiswert zugleich. Hierbei werden zerriebene Altzeitungen in den Zwischensparrenbereich eingeblasen und anschließend der Bereich zwischen den Balken verkleidet.

Auch für Sonderfälle

Neben den klassischen Fragen der Heiz- und Stromkosteneinsparung, Energiepass oder dem leidigen Thema Feuchtigkeit und Schimmelpilzbefall gibt es natürlich auch Sonderfälle. So wurde ein Besitzer einer Wasserburg aus dem Jahre 1067 mit einem Anbau aus dem Jahre 1440 hinsichtlich der Energiesparmaßnahmen gut beraten. Eine Holzhackschnitzelheizung heizt nun Wohnräume und das allein zwölf Meter hohe Atelier des Bildhauers und Burgherren ökologisch und effizient.

Die Beratung findet einmal im Monat, jeweils donnerstags, zwischen 11 und 13 Uhr im Vorbau des Rathauses, Raum 106, statt. Eine Beratung kostet lediglich 5 Euro. Um Anmeldung bei Sabine Carl oder Marco Isaac, 02472/ 81271, bzw. 81257 wird gebeten.
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