Nordeifel - Einfach ein (schrecklich) netter Typ, dieser Scary

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Einfach ein (schrecklich) netter Typ, dieser Scary

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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„Hast Du Angst?” Am kommenden Montag stellt sich der „Scary Guy” in Monschau vor. Foto: Robert Flader

Nordeifel. Earl Kenneth Kaufmann aus New Hope, Minnesota, ist einfach ein schrecklich netter Typ, der dennoch keinem Streit aus dem Weg geht. Im Gegenteil: Er sucht Auseinandersetzungen - um sie dann im Interesse aller Beteiligten zu lösen.

Das ist das Wesen des 56-jährigen US-Amerikaners, dessen Haut zu 85 Prozent mit Tattoos übersäht und mit zahlreichen Piercings geschmückt ist, und der eigentlich alles andere als ungefährlich aussieht. Er selbst nennt sich „The Scary Guy”, den Typen, den es zu fürchten gilt. Jedoch nur aufgrund seines Äußeren.

Denn eigentlich will „Scary” niemandem das Fürchten lehren, sondern nur schlichten. Schlichten in Fällen von Gewalt und Mobbing. Das ist seine Mission, seit nunmehr zwölf Jahren schon. Seitdem tourt er durch die Welt und will andere Menschen wegbringen von Hass, Gewalt und Vorurteilen.

Und jedes einzelne Mal hat er dafür eine ganz eigene Waffe im Gepäck: Sein Aussehen, das ganz und gar furchteinflößend ist und seine rhetorischen Fertigkeiten. „Es geht nicht darum, wie jemand aussieht, sondern wie selbstbewusst man sich gibt”, erklärt „Scary”.

Schulen und Gefängnisse

Selbstvertrauen, Überzeugungskraft, Argumentation: Genau das will er seinen Zuhörern vermitteln - unter anderem am kommenden Montag (25. Oktober, 14 Uhr) in der Monschauer Elwin Christoffel Realschule. „Durch sein eindrucksvolles Aussehen und seine charismatische Art schafft er es, völlig unterschiedliche Menschen in seinen Bann zu ziehen”, sagt Lars Prignitz, Projektleiter und Lehrer an der ECR, der den „Scary Guy” schon einmal erleben durfte.

Besonders Orte, an denen Gewalt und Mobbing zunehmende Thema sind wie Schulen, Unternehmen und Gefängnisse, sind Punkte mit besonderer Anziehungskraft für den Amerikaner, der nach eigenem Bekunden noch nie mit dem Gesetz in Konflikt kam, jedoch aus zwei US-Bundesstaaten aufgrund seines Aussehens verbannt wurde.
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