Radarfallen Blitzen Freisteller

Eine verlässliche Unterstützung für die Monschauer Tafel

Von: M. S.
Letzte Aktualisierung:
6547154.jpg
Just zum Martinstag eine willkommene Spende für die Monschauer Tafel! AMU–Vorstandvorsitzender Werner Krickel (zweiter von rechts) und Vorstandsfreunde überreichen dem Vorsitzenden des verdienstvollen Nordeifeler Sozialwerks, Georg Kaulen (Mitte), einen Spendenscheck über 700 Euro. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Seit Jahren schon stellt die „Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer“ (AMU) stattliche Beträge aus ihren zum Wirtschaftstag durch Losverkauf eingenommen Geldern bereit, die dem Wirken der „Monschauer Tafel“ zugute kommen.

Die Tafel Monschau/Roetgen/Simmerath mit Sitz Imgenbroich ist, in Trägerschaft mit der Stolberger Zentrale, zuständig für die regelmäßige Betreuung von derzeit fast 500 Mitmenschen und deren Versorgung mit preiswerten Grund-Nahrungsmitteln.

AMU–Vorsitzender Werner Krickel, Geschäftsführerin Sabine Mertens und ihre Vorstandskollegin Ulrike Call waren mit einem Spendenscheck in Höhe von 700 Euro zur Unterstützung der Tafel- Mitarbeiter um Ladenleiterin Brigitte Flesch erschienen.

Das Geld können die Empfänger, allen voran Kassierer Egon Kell, gut gebrauchen. Tafel–Vorsitzender Georg Kaulen: „Zur Zeit befördern wir die Lebensmittel vom Sponsor zum Empfänger mit Plastik–Leihkisten. Nun möchten wir uns eigene Boxen anschaffen.“ AMU-Vorsitzender Krickel wertete es als „liebe Tradition, den finanziellen Überschuss des Wirtschaftstages der Tafel zufließen zu lassen, und das immer zum Martinsfest, diesmal mit einem noch höheren Betrag als die Jahre zuvor“.

Diese regelmäßige Zuwendung sei, folgerte Krickel, „ein Glück für die Tafel“, bedeute aber zugleich einen „Skandal für unsere reiche Wohlstands-Gesellschaft“. Diese sei nicht in der Lage, eine ständig wachsende Gruppe - vornehmlich Alte wie Junge, Langzeitarbeitslose wie Alleinerziehende – mit den nötigsten Gütern des täglichen Bedarfs zu versorgen. Dabei sei der Arbeitsagentur–Bezirk Monschau mit einer Quote von momentan 3,6 Prozent Arbeitslosigkeit „im Vergleich mit anderen noch eine Insel der Glückseligkeit, doch die Schere zwischen Arm und Reich klafft auch hier zusehends auseinander“.

Georg Kaulen hob hervor, „dass wir unseren Kunden kein Waren–Vollsortiment anbieten können, aber wir leisten wohltuend spürbare Beiträge zum individuellen Lebensunterhalt“. Er sprach von einer hohen Dunkelziffer Anspruchsberechtigter, die jedoch aus Scham den Weg zur Tafel mieden. Ein Problem stelle auch die Weitläufigkeit des Nordeifeler Zuständigkeitsgebietes für die Produkt-Lieferanten wie Empfänger dar: „Berechtigte, die vom Rursee mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Imgenbroich kommen möchten, benötigen für An– und Abfahrt glatt einen Tag.“

50 Helfer im Einsatz

Die Monschauer Tafel, rechnet Kaulen, beschäftige ständig über 50 Helfer. Drei erfahrene Kräfte seien von Montag bis Samstag im Einsatz, um die Lebensmittel und Hygieneartikel in den Märkten abzuholen und ins Lager Imgenbroich zu befördern.

Einen weiteren segensreichen Aspekt erfüllen die Aktivitäten der Tafel: „Mindestens ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel landen hierzulande im Müll statt bei Empfängern, und Konsumenten, die sie dringend bräuchten und verwerten möchten, statt sie verderben zu lassen. Die ursprünglich zum menschlichen Genuss bestimmten aber im Müllcontainer gelandeten Waren sind eine weitere Schande für unsere Gesellschaft“, so Werner Krickel.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert