Eine gemeinsame Schwimmhalle statt Waldverkauf?

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Ein Waldverkauf in Höfen (unser Bild zeigt das Fuhrtsbachtal) zur Finanzierung des Monschauer Vennbades muss nicht sein, sagt die Bürgerinitiative „Pro Wald”.

Monschau. „Eine für alle Seiten preiswerte gemeinsame Schwimmhalle mit Simmerath könnte den Waldverkauf überflüssig machen.” Diese Auffassung vertritt die Bürgerinitiative „Pro Wald” aus Höfen, die alles daran setzen will, zu verhindern, dass die Stadt Monschau 400 Hektar Wald in Höfen verkauft bzw. tauscht, um den städtischen Kostenanteil in Höhe von zwei Millionen Euro zur Vennbadsanierung aufzubringen.

Deutlich weniger Schüler

Die jüngsten Äußerungen der Bürgermeisterin zum Waldverkauf, wonach ein solcher Verkauf keine negativen Auswirkungen wie z.B. ein Betretungs- und Nutzungsverbot für die Bürger nach sich ziehen werde, kann die Bürgerinitiative nicht so recht glauben, wie Pro Wald-Sprecher Guido Jansen in einer Stellungnahme betont. Dem Land gehe es bei dieser Aktion allein darum, „die großflächige Erweiterung des Nationalparks mit allen negativen Auswirkungen und Reglementierungen für die einheimische Bevölkerung” voranzutreiben.

CDU und Grüne hätten bereits mit dem „Vorantreiben des Nationalparks” begonnen, indem sie den Waldverkauf befürworte. Guido Jansen nimmt Bezug auf das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und Grünen in der Städteregion bis zum Jahr 2014. In diesem Kooperationsvertrag werde eine Weiterentwicklung des Nationalpark als Ziel erklärt. Doch das von CDU und Grünen angestrebte Ziel eines grenzüberschreitenden Nationalparks mache nur Sinn, wenn der Nationalpark Eifel und das Hohe Venn als Schutzgebiet nahtlos ineinander übergingen. Die Bürgerinitiative befürchtet nun, dass weitere Waldverkäufe in der Nordeifel folgen werden.

Trotz der Tatsache, „dass in Monschau in 10 Jahren 30 Schulklassen mit rund 1000 Schülern weniger als heute vorhanden sein werden und in Simmerath ähnliche dramatische Rückgänge bei den Schülerzahlen kommen werden und dass die jährliche Unterhaltung einer Schwimmhalle 500.000 Euro kosten wird und der Regierungspräsident in Sachen Schwimmbad dringend zur Kooperation mahnt”, lehnten CDU und Grüne in Monschau es weiterhin „vehement” ab, über eine für beide Kommunen kostengünstige Lösung nachzudenken, kritisiert der Pro-Wald-Sprecher.
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