Mützenich/Berlin - Ein Traumjob als Belohnung

Ein Traumjob als Belohnung

Von: Robert Baumann
Letzte Aktualisierung:

Mützenich/Berlin. Es ist sechs Uhr morgens. Noch etwas verschlafen fährt er mit der U-Bahn durch die langsam erwachende Hauptstadt. In knapp einer Stunde heißt es, Tische eindecken und das Frühstück für die Gäste servieren. Patrick Swaton ist für ein Jahr an einer der nobelsten Hoteladressen untergekommen: am Hotel Adlon in Berlin.

„Ein Traumjob, sagt der 20-Jährige. Er wollte unbedingt in einer Großstadt arbeiten, bewarb sich und wurde genommen. Kein Wunder, denn seit dem vergangenen Wochenende ist Swaton „bester Nachwuchs-Restaurantfachmann Deutschlands.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der gastgewerblichen Ausbildungsberufe in Königswinter gewann er in der Kategorie „Restaurantfachmann. Was ihn zu diesem großen Erfolg führte, hat Patrick Swaton in Simonskall gelernt: Seine Ausbildung hat er im Landhotel Kallbach absolviert. Vier Jahre lang lernte der Mützenicher dort sein Handwerk.

„Ich habe in der neunten Klasse ein Praktikum in der Gastronomie absolviert. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich wusste: Das willst du später beruflich machen”, sagt Swaton. Es waren also nicht die vielen Fernsehsendungen über den Gastronomie-Bereich, die ihn auf den Beruf aufmerksam machten. Dennoch ist er solchen TV-Formaten, die aktuell auf fast allen Kanälen laufen, nicht abgeneigt: „In Sendungen, wie Rach - der Restauranttester, wird schon ein sehr realistisches Bild von unserem Job vermittelt”, urteilt der Fachmann.

Dreitägiger Wettkampf

Seit Mitte Februar qualifizierte er sich in drei Ausscheidungswettkämpfen und setzte dem Ganzen mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft die Krone auf. „Die Konkurrenz war sehr stark, und ich war schon überrascht vom ersten Platz, weil ich doch einige Fehler gemacht habe”, zeigt sich der strahlende Sieger bescheiden.

In dem dreitägigen Wettkampf im Steigenberger Grandhotel in Königswinter setzte sich Swaton gegen 16 andere Konkurrenten in seiner Kategorie durch. Geprüft wurden Fachwissen und praktisches Geschick der Anwärter. In der Teamwertung räumte der 20-Jährige ebenfalls ab und belegte mit seiner dreiköpfigen NRW-Mannschaft (Hotelfachkraft, Restaurantfachkraft, Koch) Platz zwei.

Mit drei Trainingsterminen, die jeweils zwei Tage dauerten, hat sich Swaton im „Gastronomischen Ausbildungszentrum in Nideggen auf die Meisterschaft vorbereitet. Dazu wurden Gäste zu Mehr-Gang-Menüs eingeladen.

Sein Trainer Sven Harms, Projektleiter der Gastronomie der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung, war 1998 ebenfalls Jugendmeister und ist stolz auf seinen Schützling: „Die Aufregung bei so einem Wettkampf ist enorm groß, und man muss auch das Quäntchen Glück haben. Patrick ist talentiert und hat eine tolle Leistung abgerufen.” Anteil an seinem Erfolg hat für den jungen Mann aus Mützenich aber auch sein Ausbilder Dieter Walter, der im Landhotel für die Azubis zuständig ist.

Talentiert ist Swaton nicht nur in der Gastronomie: Seit seinem zwölften Lebensjahr spielte er Theater. „In meinem Job hat man aber nicht mehr viel Zeit für Hobbys. Vor zwei Jahren musste ich deshalb mit der Schauspielerei aufhören”, bedauert der Restaurantfachmann. Deshalb hat er sich jetzt ein neues Hobby zugelegt, dass er auch an seinem Arbeitsplatz ausleben kann: Show-Flaschenwerfen hinter der Bar.

Ein nächster beruflicher Schritt wäre der Weg ins Ausland: Dubai oder Frankreich sind seine Traumziele. Und irgendwann könne es auch einmal ein eigenes Restaurant sein, sagt der 20-Jährige.
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